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Recruiting-Messen

Von Angesicht zu Angesicht

| Autor/ Redakteur: Martin Sonneck / Jürgen Schreier

Immer mehr Unternehmen suchen schon beinahe hängeringend qualifiziertes Personal. Sie haben erkannt, dass es höchste Zeit ist, aktiv den Dialog mit potenziellen Mitarbeitern zu suchen. Gerade Karrieremessen und Absolventenkongresse entwickeln sich zu einer beliebten Plattform, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

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Judith Oppitz, Geschäftsführerin von Hobsons: „Der Hobsons-Absolventenkongress in Köln ist die größte und vielfältigste Veranstaltung seiner Art in Deutschland. Neben Konzernen nutzen auch Mittelständler aller Branchen, darunter auch des industriellen Wirtschaftszweiges, die Veranstaltung, um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen.“ Bild: Hobsons
Judith Oppitz, Geschäftsführerin von Hobsons: „Der Hobsons-Absolventenkongress in Köln ist die größte und vielfältigste Veranstaltung seiner Art in Deutschland. Neben Konzernen nutzen auch Mittelständler aller Branchen, darunter auch des industriellen Wirtschaftszweiges, die Veranstaltung, um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen.“ Bild: Hobsons
( Archiv: Vogel Business Media )

Unternehmen, die sich ein persönliches Bild von möglichen künftigen Mitarbeitern machen möchten, müssen nicht unbedingt bis zum entscheidenden Bewerbergespräch warten. Immer mehr werden Kontakte im Vorfeld mit potenziellen Kandidaten gesucht und die eigene Arbeitgeber-Marke (Employer Branding) gepflegt. Auf Karrieremessen haben Unternehmen nicht nur die Chance ein Stück ihre Unternehmenskultur im Dialog erlebbar zu machen, auch verläuft das Kennenlernen meist entspannter als im Bewerbungsgespräch.

Das Spektrum reicht von Großveranstaltungen, wie dem Kölner Absolventenkongress mit 300 teilnehmenden Firmen und über 20000 Stellenangeboten, bis hin zu kleinen regional ausgerichteten Veranstaltungen, für die sich Absolventen im Vorfeld bewerben müssen. Ein Beispiel bildet der „Karrieretag Familienunternehmen“, der von Familienunternehmen und dem Entrepreneurs-Club ins Leben gerufen wurde, um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte anzusprechen. Die Veranstaltungen richten sich zum einen studienfachübergreifend an Absolventen und Studierende, oder direkt an angehende Ingenieure und junge Fach- und Führungskräfte bestimmter Wirtschaftszweige.

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Mittelstand entdeckt Karrieremessen zur Mitarbeitergewinnung

Dass Karrieremessen nicht ausschließlich eine Domäne der Big Player sind, verdeutlicht Judith Oppitz, Geschäftsführerin der Hobsons GmbH, die den Absolventenkongress in Köln (19. und 20. November, Messe Köln) veranstaltet: „Neben Konzernen nutzen auch Mittelständler aller Branchen, darunter auch des industriellen Wirtschaftszweiges, die Veranstaltung, um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. 2008 erwarten wir auf der Messe über 300 Unternehmen, gut ein Viertel aller Erstaussteller sind mittelständische Firmen.“ Und es steht zu vermuten, dass mittelständische Unternehmen künftig stärker auf Karrieremessen setzen.

Judith Oppitz sieht Vorteile in der Vielfalt: „Die Vorteile für kleinere Unternehmen liegen auf der Hand – sie profitieren besonders vom gemeinsamen Auftritt mit großen und bekannten Unternehmen. Denn die Besucher schätzen die Vielfalt der Aussteller und die Möglichkeit, neben den bereits bekannten Firmen auch neue Unternehmen kennen zu lernen. Damit können sich mittelständische Firmen einer Vielzahl interessierter Besucher als attraktive Arbeitgeber präsentieren. Und da ein Großteil der Absolventenkongresses-Teilnehmer gezielt eine Stelle suchen, bedeutet das für ausstellende Firmen nicht nur eine Steigerung des Bekanntheitsgrades sondern auch große Chancen auf konkreten Recruiting-Erfolg.“ “

Intensive Vorbereitung ist alles

Ob Recruitingplattformen wie die Job & Career Market, im Umfeld von Messen wie der Hannover-Messe, bis hin zu den regionalen Jobmessen: Unternehmen, die diese Veranstaltungen als Mittel zu Personalfindung nutzen, sollte sich auch gut darauf vorbereiten. Wer sich als Unternehmen nicht wirklich differenzieren kann, wird sich schwer tun, seine Stärken einem künftigen Mitarbeiter deutlich zu machen. Mit einem schönen Messestand allein ist es nicht getan. Auch auf einer Messe. Allerdings lässt sich im persönlichen Gespräch vieles auch ungesagt vermitteln, und das kann ein großer Vorteil sein, gerade auf Jobmessen.

Martin Sonneck ist Fachjournalist in München.

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