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Leichtbau-Gipfel 2016

Vorteile von extra- und ultrahochfesten Stählen

| Redakteur: Jens Scheiner

Auf dem Leichtbau-Gipfel 2016 in Würzburg referierte für den schwedischen Stahlkonzern SSAB Jonas Adolfsson, Teil der globalen Geschäftsentwicklungsgruppe für die Automobilindustrie, über die Möglichkeiten des Stahlleichtbaus.

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Jonas Adolfsson vom schwedischen Stahlkonzern SSAB referierte auf dem Leichtbau-Gipfel 2016 über die Möglichkeiten des Stahlleichtbaus.
Jonas Adolfsson vom schwedischen Stahlkonzern SSAB referierte auf dem Leichtbau-Gipfel 2016 über die Möglichkeiten des Stahlleichtbaus.
( Foto: Stefan Bausewein )

SSAB ist einer der führenden Hersteller von extra- und ultrahochfesten Stählen (AHSS), vergütetem Stahl (Q&T, Quenched & Tempered), von Standard Bandprodukten, Grobblechen und Rohrprodukten sowie von Lösungen für die Bauindustrie. Beim Leichtbaugipfel ging Adolfsson unter anderem auf die Vorteile, Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten von extra- und ultrahochfesten Stählen ein. Der Docol AHSS wird im Automobilbau seit einigen Jahren für Stoßstangen verwendet. Diese Stahlgüte ist für vielfältige Anwendungen geeignet, bei denen es um Korrosionsschutz, Energieabsorption und Gewichtseinsparungen geht. Mit dem Einsatz dieser hochfesten Stähle lässt sich die Dicke der einzelnen Teile reduzieren und der Stahlverbrauch sinkt nach Angaben von Adolfsson um etwa 20 %.

Umweltschutz ist ein wichtiges Kriterium

Trotz des niedrigen Gewichts und der relativ dünnen Bleche ist die Steifigkeit enorm hoch. SSAB legt bei der Erforschung neuer Stähle den Fokus aber auch auf die Formbarkeit. Gleichzeitig ist es für den schwedischen Stahlkonzern wichtig das Gewicht zu reduzieren, die Anforderungen an die Sicherheit zu erhöhen und die Kosten möglichst gering zu halten. Und genau da liegt für den schwedischen Stahlproduzenten die Herausforderung. Diese Stähle lassen sich nach Angaben von Adolfsson in verschiedenen Stufen beliebig formen und mit anderen Werkstoffen verbinden. Hierbei können die üblichen Schweißmethoden sowie auch die Kaltumformung angewandt werden. Auch sind die Stähle zu 100 % recyclebar. SSAB setzt auf umweltbewusste Lösungen und will bis zum Jahr 2018 unter anderem die CO2-Emissionen fossiler Brennstoffe um 100.000 t reduzieren. In den kommenden Jahren wird SSAB weitere neue Stahlgüten einführen, die speziell auf die Automobilindustrie zugeschnitten sind.

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