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Teilereinigung

Vorversuche erleichtern Wahl des geeigneten Teilereinigungssystems

| Autor/ Redakteur: Gerhard Koblenzer / Stéphane Itasse

Ausführungen von Teilereinigungsanlagen sind stark durch die jeweilige Aufgabe bestimmt. Je sauberer die Teile in der Serienproduktion sein müssen, desto wichtiger ist die Einbeziehung aller Faktoren in die Auslegung des Systems. Hier können Vorversuche neben der Machbarkeit auch die effiziente Umsetzung beweisen.

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Bild 1: Damit eine Teilereinigungsanlage in der Serienproduktion das gewünschte Ergebnis bringt, sollten Kunde und Anlagenbauer im Vorfeld gemeinsame Versuche durchführen.
Bild 1: Damit eine Teilereinigungsanlage in der Serienproduktion das gewünschte Ergebnis bringt, sollten Kunde und Anlagenbauer im Vorfeld gemeinsame Versuche durchführen.
(Bild: LPW Reinigungssysteme)

Unternehmen mit langer Erfahrung im Anlagenbetrieb verfügen über genaues Wissen bezüglich der Auswirkungen von vor- und nachgelagerten Prozessen. Außerdem haben sie klare Vorstellungen in puncto Machbarkeit der geforderten Reinigungsvorgänge sowie von den chemisch/waschmechanischen Fähigkeiten in Kombination mit der Medienaufbereitung. Also ist davon auszugehen, dass klare Anforderungen an die Lieferanten der Reinigungsanlage gestellt und das Verfahren sowie die Ausführung der Anlage detailliert vorgegeben werden. Doch die Erfahrungswerte der Unternehmen sind nur selten eins zu eins umsetzbar. In diesen Fällen ist von beiden Partnern die notwendige Zeit zu investieren, um Vorversuche – möglichst unter Einbindung des Chemielieferanten – durchzuführen.

Vier Fragen im Vorfeld der Vorversuche zur Teilereinigung wesentlich

Hierbei sind, neben einer Optimierung der Vorprozesse zur Erzielung der definierten Oberflächenqualität vor der Reinigung, vier Fragen wesentlich:

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  • Welche Reinigungsmedien, waschtechnische Verfahren und Behandlungsfolgen sind mit welchen Zeitansätzen für das Entfernen partikulärer oder filmischer Verunreinigungen auf der Bauteiloberfläche grundsätzlich geeignet?
  • Welche Anlagenkonfiguration stellt sicher, dass gelöste Verunreinigungen unmittelbar aus dem Bereich des Bauteils entfernt werden und sich nicht wieder durch Rückverschmutzungseinflüsse auf der Bauteiloberfläche ablegen?
  • Welche Medienaufbereitungssysteme sind für die Erzielung der geforderten Reinigungsqualität geeignet und wie tragen sie zur Standzeit der Medien bei?
  • Welche Anforderungen ergeben sich aus den Folgeprozessen für die Reinigungstechnik?

Der Anlagenhersteller sollte möglichst durch Referenzen bei vergleichbaren Projekten Erfahrungen in der geforderten Aufgabenstellung aufzeigen können. Falls nicht, ist die Einbeziehung eines Chemielieferanten oder -betreuers in Erwägung zu ziehen, der die Aufgabenstellung kennt und im Vorfeld entsprechende Verfahrensvorschläge im eigenen Labor erarbeiten kann. Zudem müssen die organisatorisch-technischen Voraussetzungen im Hause mit einer eigenen verfahrenstechnischen Abteilung zur Auslegung der Testabläufe gegeben sein. Außerdem ist die Verfügbarkeit von Mess- und Analyseverfahren für die begleitende Auswertung von Bedeutung.

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