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Thyssen-Krupp Warmbandstahl steigert die Prozesssicherheit

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Thyssen-Krupp Steel Europe hat das Warmband Scalur entwickelt, das sich bei gleichbleibender Produktqualität wie kaltgewalztes Material verarbeiten lassen soll. Das gebeizte und geölte Warmband Europe verfügt über extrem enge Abmessungstoleranzen und weist gleichmäßige mechanische Eigenschaften auf, die mit den Merkmalen kaltgewalzter Stähle vergleichbar sind, wie der Hersteller zur Euroblech 2012 ankündigt.

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Das Warmband Scalur steht für gute Verarbeitungseigenschaften, gesteigerte Prozesssicherheit und höhere Ausbringung sowie interessante Anwendungsspektren.
Das Warmband Scalur steht für gute Verarbeitungseigenschaften, gesteigerte Prozesssicherheit und höhere Ausbringung sowie interessante Anwendungsspektren.
(Bild: Thyssen-Krupp Steel)

Das spricht für erstklassige Verarbeitungseigenschaften, gesteigerte Prozesssicherheit und höhere Ausbringung sowie interessante Anwendungsspektren wie in Strukturinnenteilen und Komponenten für Sitze im Automobilbau sowie im Regal- und Möbelbau. Mit seinen hochpräzisen Abmessungen soll sich das Warmband besonders für Tiefziehprozesse eignen, bei denen Warmband mit niedrigen Dicken gebraucht wird. Generell gilt: Mit seinem geringen Schwefelgehalt eigne sich das Material besonders gut für höchste Kaltumformansprüche. Das Band gibt es in Dicken von 1,2 bis 6 mm, die Breiten liegen zwischen 900 und 1600 mm.

Warmbandstahl in vielen Sorten und mit vielen Eigenschaften verfügbar

Das Spektrum der Stahlsorten, die die Warmbandreihe umfasst, reicht von weichen Stählen zum Kaltumformen über mikrolegierte Stähle mit Streckgrenzen von 315 bis 550 MPa bis hin zu höchstfesten Complexphasenstählen mit Streckgrenzen von 680 MPa. Maßhaltigkeit und gleichmäßige chemische Zusammensetzung des Materials werden unter anderem durch Werte wie 0,002 % für den typischen Schwefelgehalt und, je nach Banddicke, 0,05 bis 0,07 mm für die Dickenabweichung dokumentiert. Scalur wird mit modernster und ressourcensparender Technik auf der Gießwalzanlage (GWA) von Thyssen-Krupp Steel Europe in Duisburg produziert. Im Unterschied zur konventionellen Warmbandfertigung koppelt die GWA die Produktionsstufen Stranggießen und Warmwalzen in einer Fertigungslinie.

Dabei sind die Brammen mit 48 bis 65 mm von vornherein wesentlich dünner als die Stahlbrammen aus konventionellen Stranggießanlagen, heißt es. Die homogene Gefügestruktur des auf der GWA gefertigten Materials entsteht unter anderem dadurch, dass die Brammen unmittelbar aus der Stranggießanlage und damit direkt aus der Gießhitze in die Warmbandstraße laufen.

Thyssen-Krupp Steel Europe auf der Euroblech 2012: Halle 16, Stand C26

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