Wasserstrahlschneiden Wasserstrahlschneiden wie mit dem Skalpell

Redakteur: Peter Königsreuther

Das Schneiden per Wasserstrahl erwies sich in den 1990er-Jahren als erfolgversprechende Lösung. Bei der Bartsch GmbH wurde sie stetig verfeinert. Nach eigenen Aussagen gab es noch kein Material, dass bei dem Wallenhorster Lohnfertiger noch nicht mit dem Wasserstrahl bearbeitet wurde.

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„Die hohe Präzision dieser Technik erinnert schon fast an chirurgische Eingriffe. Sie reduziert den Abrieb und den Bedarf an Nachbearbeitungen auf ein absolutes Minimum,“ beschreibt Guido Klekamp, Vertriebsexperte von Bartsch, den dort genutzten Prozess des Wassertstrahlschneids.
„Die hohe Präzision dieser Technik erinnert schon fast an chirurgische Eingriffe. Sie reduziert den Abrieb und den Bedarf an Nachbearbeitungen auf ein absolutes Minimum,“ beschreibt Guido Klekamp, Vertriebsexperte von Bartsch, den dort genutzten Prozess des Wassertstrahlschneids.
(Bild: Bartsch)

„Seit 1998 haben wir unser Know-how ständig neuen Anforderungen angepasst und die Verfahren verfeinert, mit denen wir inzwischen nahezu alle Materialien zerspanen können,“ , erklärt Guido Klekamp, der bei Bartsch für Marketing und Vertrieb verantwortlich ist. Je nach Werkstoff erreichen wir eine Schneidgenauigkeit von maximal +/- 0,05 mm. Um dies heute dem Kunden bieten zu können, habe Bartsch in den vergangenen 15 Jahren viel Energie in Forschung und Entwicklung gesteckt.

Feiner Sand aus Halbedelsteinen erhöht die Einsatzfähigkeit

Zur Präzision in der Fertigung gebe es keine Alternative: Schon in der Prototypen-, Klein- und Mittelserienfertigung kommt es bei den Herstellern auf höchste Genauigkeit in den Abmessungen aller Teile an, um die von den Kunden geforderte Qualität erreichen zu können, wie Klekamp erläutert. Dabei setze der Lohnschneidebetrieb Bartsch bereits seit 1998 auf die auch heute noch innovative Technik des Schneidens per Wasserstrahl.

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Die bei den Wallenhorstern verwendeten CNC-Anlagen beschleunigen hochkomprimiertes Wasser, das mit einem Druck von 3500 bis 4000 bar aus der Düse tritt, auf etwa auf 1000 m/s. Je nach Material, das es zu schneiden gilt, werden laut Klekamp verschiedene sogenannte Abrasive – hauptsächlich feinkörnige Olivin- oder Granatsande – zugemischt. Bearbeitet werden können so Werkstoffe in einem Schnittbereich von 4000 × 4000 × 200 mm.

Das kalte Schneiden schont das Material

Die technischen Vorteile sprechen für sich: Schneiden per Wasserstrahl ist besonders materialschonend, weil es – im Gegensatz zu herkömmlichen Vorgehensweisen wie Laser-, Brenn- und Plasmaschneiden oder Drahterodieren – den Werkstoff thermisch nicht belastet. Das bedeutet, das bei der Zerspanung keine temperaturbedingten Gefügeveränderungen auftreten; weder Verbrennungen noch Verschmelzungen. Verfärbungen, Spannungen, Mikrorisse und Verzug werden durch das Wasserstrahlen außerdem vermieden.

Präzise wie die Hand eines Chirurgen

„Die hohe Präzision dieser Technik erinnert schon fast an chirurgische Eingriffe,“ beschreibt der Bartsch-Experte. Die Technik reduziere den Abrieb und eine teure Nachbearbeitung auf ein absolutes Minimum. Außerdem kann Bartsch beliebige Konturen ausführen, fährt Klekamp fort. Darum sei die Methode des Wasserstrahlschneidens höchst wirtschaftlich für die Auftraggeber. „Ein weiterer Pluspunkt ist, dass wir das Entgraten der Teile im eigenen Hause vornehmen können, ergänzt er. Sollte es trotz der hohen Schnittkantenqualität einmal erforderlich sein, vermeidet man mögliche “Schnittstellenprobleme„ schon im Vorfeld, so Klekamp.

Fast jedes Material lag schon unterm flüssigen Messer

Laut Klekamp gibt es kaum ein Material, das nicht schon bei Bartsch per Wasserstrahl geschnitten wurde. Von Kunststoffen und Hartgewebe über Holz, Steine, Glas, Textilien und Metalle bis hin zu Verbundwerkstoffen reicht die breite Palette. Überall dort, wo die Fertigungsqualität oberste Priorität hat, wie insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau, offenbaren sich die hohe Effektivität und die Rentabilität des Wasserstrahlschneidens.

Um für jedes Einsatzgebiet jeweils ein optimales Ergebnis liefern zu können, werden bei Bedarf spezielle Vorab-Tests durchgeführt, heißt es weiter. Aufgrund der klaren Orientierung an den Kundenanforderungen und der kontinuierlichen Prozessoptimierung habe sich der Lohnfertiger mit dem umfangreichen Wasserstrahl-Know-how, mittlerweile zu einem bundesweit führenden Anbieter entwickelt.

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