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Predictive Maintenance

Weissagung und Wartung

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Standardisierte Datenprotokolle nutzen

Ähnlich funktioniert die Überwachung von Pneumatiksystemen, wie sie Aventics auf der Hannover Messe vorstellt. Dafür bietet der Pneumatikspezialist das Auswertemodul „Smart Pneumatics Monitor“ (SPM) als zusätzliches Modul für die Ventilelektronik AES an. Dieses wertet mit eigener Intelligenz vorhandene Sensorsignale aus und leitet daraus Zustandsinformationen ab. Anhand eines Anwendungsbeispiels, der Überwachung eines Stoßdämpfers, auf der Sonderschau soll das in Hannover demonstriert werden. Dazu werden in der Anlage vorhandene Sensoren parallel zur Steuerung überwacht. Die erfassten Daten werden mit den Ventilsystemen der Serie AV/AES und dem SPM ausgewertet und die daraus gewonnenen Informationen erhält der Nutzer über standardisierte Datenprotokolle, wie beispielsweise OPC-UA. Der Zustand des Stoßdämpfers lässt sich auf diese Weise bestimmen, Verschleiß wird frühzeitig erkannt.

Doch nicht nur Komponentenhersteller liefern Auswertesysteme, in denen ihr eigenes Know-how hinterlegt ist. Auch reine Softwareunternehmen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die erfassten Zustandsdaten aus Maschinen und Anlagen sinnvoll zu nutzen. Denn auch die Anlagenbetreiber setzen vermehrt auf vorausschauende Instandhaltung. Mit Daten aus der Zustandsüberwachung und innovativen Softwarelösungen lassen sich optimale Wartungszeitpunkte festlegen. So zeigt im Rahmen der Sonderschau Predictive Maintenance auch die Schweizer Cassantec AG mit Zweitsitz in Berlin ihre Prognoselösung für Störungen an Maschinen. Cassantec Prognostics, wie der Algorithmus heißt, liefert für die vorausschauende Wartung die zeitliche Komponente: Mit dem Tool prognostiziert das Unternehmen, wann an Anlagen Störungen auftreten. Besuchern soll am Stand von Cassantec anhand mehrerer Exponate vorgeführt werden, wie die Prognosen als „Killer App“ für Predictive Maintenance eingesetzt werden.

Restlebensdauer von Anlagen managen bietet wirtschaftlichen Vorteil

Seien es nun Kraftwerke, Raffinerien oder der Transportsektor: Viele Branchen arbeiten an Predictive-Maintenance-Lösungen. „Entsprechend angepasste Instandhaltungspläne sorgen für die Einsparung unnötiger Kosten. Zum Beispiel werden Teile nicht nach einem starren Turnus ausgetauscht, sondern wenn ihr Zustand dies notwendig macht. So vermeiden Nutzer von Cassantec Prognostics unnötige Ausfallzeiten ihrer Anlagen“, erklärt Moritz von Plate, CEO der Cassantec AG. Und er führt weiter aus: „Das aktive Managen von Restlebensdauern der Anlagen ist ein großer wirtschaftlicher Vorteil für Unternehmen. Unsere Software zeigt dem Anwender mittels Ampelsystem, zu welchem Zeitpunkt eine Störung auftritt.“ Prognoseberichte sind in diesem Zusammenhang über einen Zeitraum von Monaten, manchmal auch Jahren, möglich.

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