Personalführung

Weiterbildung zum Trainer – Perspektive für ältere Mitarbeiter

| Autor / Redakteur: Sabine Prohaska / Jürgen Schreier

Eine Vorraussetzung für den Erfolg einer Weiterbildung ist, dass die Mitarbeiter Lust auf den Kontakt mit Menschen und ein Gespür für sie haben.
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Eine Vorraussetzung für den Erfolg einer Weiterbildung ist, dass die Mitarbeiter Lust auf den Kontakt mit Menschen und ein Gespür für sie haben. (Bild: goodluz - Fotolia.com)

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Das Alter der Belegschaften steigt stetig. Also stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihren älteren Mitarbeitern eine Entwicklungsperspektive zu bieten – zum Beispiel als Trainer oder Coach für ihre Kollegen. Dabei werden die gesammelten Kompetenzen der erfahrenen Mitarbeiter effektiv genutzt.

Bis zum Jahr 2020 wird der Anteil der über 50-Jährigen an den Erwerbstätigen in der Europäischen Union auf fast 35 % ansteigen. Zwar schwanken die prognostizierten Zahlen, doch einig sind sich alle Studien: Die Belegschaften der Unternehmen werden immer älter. Fragwürdig wird damit die Personalstrategie, die heute noch viele Unternehmen bezogen auf ihre älteren Mitarbeiter praktizieren: Sie lassen diese in den letzten zehn, 15 Jahren ihrer Berufstätigkeit nur noch „mitlaufen“, ohne weiter in deren Entwicklung und Qualifikation zu investieren. Diesen „Luxus“ können sich die Betriebe künftig nicht mehr erlauben. Denn mit ihren jungen Mitarbeitern allein werden sie den Bedarf an Arbeitskräften nicht decken können.

In den Unternehmen ist heute Umdenken angesagt

Das erkennen immer mehr Unternehmen. Deshalb denken sie verstärkt darüber nach, wie sie die Kompetenzen, die ihre älteren Mitarbeiter in ihrer beruflichen Laufbahn erworben haben, effektiver nutzen können. Und einige Firmen tun dies bereits – zum Beispiel in Form von Mentoren-Programmen, bei denen erfahrene Mitarbeiter ihren jüngeren Kollegen als individuelle Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite stehen. Eine wachsende Zahl von Unternehmen bildet zudem ältere Mitarbeiter zu firmeninternen Trainern, Beratern oder Coaches aus.

Ein Grund dafür ist das sich immer rascher wandelnde Unternehmensumfeld. Das lässt den Lernbedarf in den Unternehmen steigen. Außerdem wird er stets individueller. So benötigt zum Beispiel nicht jeder Büroarbeiter eine Excel-Schulung oder nicht jeder Verkäufer ein Training in Sachen Einwandbehandlung. Und wenn doch? Dann gilt zunehmend: Das Vorwissen der Mitarbeiter oder die beruflichen Anforderungen an sie sind sehr verschieden. Also benötigen sie auch eine unterschiedliche Unterstützung.

Allen Mitarbeitern ist jedoch gemeinsam: Sie müssen aufgrund des Veränderungsdrucks zunehmend lernen, selbst zu erkennen, wo bei ihnen ein Entwicklungsbedarf besteht, und diesen entweder selbst oder mit selbst organisierter Unterstützung zu befriedigen. Dabei benötigen sie Unterstützung – zum Beispiel durch einen Coach.

Entwicklungsperspektive Trainer, Berater oder Coach

Doch nicht jeder berufserfahrene Mitarbeiter eignet sich als Trainer oder Coach. Sowohl für angehende firmeninterne Trainer als auch für Coaches gilt: Sie müssen Lust auf den Kontakt mit Menschen und ein Gespür für Menschen haben. So sollte zum Beispiel ein Trainer in einem Seminar auf verschiedene Typen eingehen können. Und ein Coach? Er muss mit Menschen eine so innige Vertrauensbeziehung aufbauen können, dass sie mit ihm auch über berufliche Probleme sprechen, deren Wurzeln in ihrer Persönlichkeit liegen.

Ergänzendes zum Thema
 
Vielfältiges Praxishandbuch unterstützt bei der Weiterbildung zum Trainer

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