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IFR-Statistik Weltweiter Roboterabsatz auf neuem Rekordniveau

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Die Roboterindustrie boomt weiter. Laut aktueller Zahlen der International Federation of Robotics (IFR) erreichte die Nachfrage 2013 mit rund 168.000 Stück einen neuen Rekord.

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(Bild: Audi)

Frankfurt/Main (rk) – Die Erfolgsgeschichte der Roboterindustrie geht weiter. „Die weltweite Nachfrage nach Industrierobotern hat im vergangenen Jahr mit rund 168.000 Stück einen neuen Rekordwert erreicht,“ erklärt Arturo Baroncelli, Präsident der International Federation of Robotics (IFR). Das bedeute ein Plus von 5 % im Vergleich zu 2012.

Beginnende Erholung in der Eurozone im vierten Quartal 2013

Die Roboterlieferungen nach Amerika erhöhten sich laut Verband wegen der erforderlichen Automatisierung der nordamerikanischen Industrie weiter. Die Verkäufe nach Asien seien durch die hohe Nachfrage aus China, Korea und anderen asiatischen Wachstumsmärkten erheblich angestiegen. Die beginnende Erholung in der Eurozone sorgte im vierten Quartal 2013 für einen erheblichen Anstieg der Nachfrage nach Industrierobotern in Europa. Nach der eher schwachen Entwicklung in den ersten drei Quartalen gab es 2013 insgesamt eine Stagnation der Roboterlieferungen in Europa, heißt es weiter.

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Zwischen 2010 und 2013 haben sich die weltweiten Roboterlieferungen jährlich durchschnittlich um 12 % erhöht, trotz der kritischen wirtschaftlichen Situation einiger Schlüsselmärkte. „Ein entscheidender Grund für das kontinuierliche Wachstum liegt an der fortschreitenden technischen Entwicklung der Robotik entsprechend den Anforderungen des Marktes und der Industrie”, so Baroncelli. „Diese sind Produktqualität, Wettbewerbsfähigkeit und sichere Prozesse.“ Joe Gemma, IFR-Vizepräsident ergänzt: „Branchenkenner sind von dem Wachstum nicht überrascht. Es haben viele Faktoren dazu beigetragen, dass die Anwendung von Robotik weltweit so zugenommen hat. Einige davon haben die Hersteller von Automatisierungsausrüstungen selbst vorangetrieben.”

Roboterhersteller vermelden Rekordergebnisse

So sei die Software, um mit Robotern und Automatisierungszellen zu arbeiten und sie zu steuern, in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt worden. Die leichtere Handhabung habe zu mehr Anwendungen in einer sehr anspruchsvollen und dynamischen Umgebung geführt, was in der Vergangenheit nicht möglich gewesen wäre. Erzeuger seien in der Lage, Produkte schneller auf den Markt zu bringen und die Flexibilität für die Varianten bereitzustellen, um die Anforderungen der Konsumenten zu erfüllen und gleichzeitig die geforderte Qualität und Leistung zu sichern.

Die weltweite Robotikindustrie blickt weiter optimistisch in die Zukunft. „2013 war für Kuka-Roboter ein gutes Jahr”, betont Manfred Gundel, CEO der Kuka Roboter GmbH. „Wir konnten unsere starke Marktposition im Automobilbereich mit einem leichten Plus sichern und sind in der General Industry gewachsen.” Für die Yaskawa Electric Corporation äußert sich Yoshikatsu Minami, Corporate Vice President and General Manager Robotics Division: „Die Investitionen der Automobilindustrie in den asiatischen Ländern einschließlich China waren 2013 beachtlich. Diesen Trend zeigt die IFR-Quartalsstatistik deutlich. Unsere Lieferungen erhöhten sich in fast allen Märkten im Vergleich zu 2012.” Und Per Vegard Nerseth, Group Senior Vice President und Head of Business Unit Robotics Discrete Automation & Motions Division bei ABB verkündet: „ABB Robotics erreichte 2013 das beste Ergebnis aller Zeiten.”

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