Dämpfungselemente Werkstoffsubstitution bei Dämpfern in Presswerkzeugen

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Aufgrund der steigenden Geschwindigkeit in der Blechbearbeitung kommt es zur Werkstoffsubstitution bei Dämpfungselementen für Presswerkzeuge. Elastomeres Polyester ersetzt Polyurethan, damit die Kunststoffdämpfer mit dem Tempo moderner Pressen wieder Schritt halten können

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Die Verkürzung von Fertigungstakten bei Blechteilen treibt die Entwicklung von Niederhalterdämpfern (rechts), Dämpfungsstopfen (oben) und Anhebedämpfern für Presswerkzeuge voran. (Bild: ACE)
Die Verkürzung von Fertigungstakten bei Blechteilen treibt die Entwicklung von Niederhalterdämpfern (rechts), Dämpfungsstopfen (oben) und Anhebedämpfern für Presswerkzeuge voran. (Bild: ACE)

Niederhalterdämpfer, Anhebedämpfer, Dämpfungsstopfen und Pressendämpfer – die vier jüngsten Mitglieder der Tubus-Familie des Herstellers ACE, Langenfeld, heißen so wie die in den Presswerkzeugen eingesetzten Vorgänger.

Konventionellen Polyurethandichtungen in Presswerkzeugen überlegen

Mit deren verwendeten Material haben sie jedoch wenig zu tun, weil die Werkzeugvorgaben in der Automobilindustrie bezüglich der Leistungsfähigkeit gestiegen sind. Dabei dürfen die Dämpfungselemente in der Dicke nicht die Abmessungen der Vorgänger übersteigen, die von der Form her Unterlegscheiben oder Verschlussstopfen ähneln (Bild 1).

Folglich sind die jüngsten Strukturdämpfer laut ACE den konventionellen Polyurethandichtungen in Presswerkzeugen überlegen. Als Niederhalterdämpfer und als Dämpfungsstopfen sind sie dafür zuständig, dass beim Öffnen der Presswerkzeuge die Halteschrauben oder Steckbolzen vor mechanischer Beschädigung geschützt werden. Ihre Funktion ist der Werkzeugschutz.

Weil der Dämpfungsstopfen jedoch seitlich montiert wird, kommen dafür radial dämpfende, beim Niederhaltderdämpfer dagegen axial arbeitende Elemente zur Anwendung (Bild 2).

Zunehmende dynamische Belastungen zerstören Polyurethandämpfer

Aufgabe der Halteschrauben ist die Hubbegrenzung des Niederhalters. Die steigende Geschwindigkeit bei der Werkzeugöffnung (Rückhub) nach der Blechumformung und die dazu analog wachsenden Kräfte haben die bisher verwendeten Polyurethanfedern buchstäblich zerbröselt.

Sie ließen so die Halteschrauben, Werkzeuge und Niederhalter ohne Schutz. Folglich rissen die Halteschrauben. Es kam immer wieder zu Produktionsausfällen. Die Werkzeugreparaturkosten waren erheblich. Als Antwort darauf hat ACE zusammen mit einem Fertigungspartner Niederhalterdämfer aus einem Co-Polyester-Elastomer entwickelt. Sie werden heute für Schraubendurchmesser von M10 bis M30 hergestellt.

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