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Werkstoffwoche Dresden Werkstoffwoche: Zukunftsmaterialien für die Industrie

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Vom 27. bis zum 29. September tagen in Dresden die Werkstoffexperte. Es wird sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich neuer Materialien ausgetauscht. Für die vom Stahlinstitut VDEh und der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e. V. (DGM) organisierte Veranstaltung ist die sächsische Landeshauptstadt nach der Premiere im Jahr 2015 erneut Gastgeberstadt.

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Impressionen der Werkstoffwoche 2015.
Impressionen der Werkstoffwoche 2015.
(Bild: Deutsche Gesellschaft für Materialkunde)

Additiv-Generative Fertigung, Leichtbau und Konstruktionswerkstoffe sind die Kernthemen der Werkstoffwoche. Weitere Schwerpunkte sind die aktuellen Trends im Bereich Neue Materialien, Funktionsmaterialien und Big Data. Diesjähriges Partnerland ist Singapur. Erwartet werden nach Veranstalterangaben rund 1 800 Experten aus Maschinenbau, Energie-, Medizin-, Verkehrs-, Fertigungs-, Informations- und chemische Verfahrenstechnik und vor allem Branchenentscheider aus Deutschland.

„Die traditionell starke deutsche Industrie ist nach wie vor weltweit führend, doch inzwischen haben andere Länder wie etwa China kräftig aufgeholt. Angesichts des globalen Wettbewerbs müssen die deutschen Anwenderbranchen deshalb zukünftig deutlich mehr Innovationen hervorbringen. Besonders starke Innovationskraft geht dabei von neuartigen Werkstoffen aus“, sagt Dr. Frank O. R. Fischer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e. V. „Die Werkstoffwoche in Dresden ist ein Forum für alle Entdecker und Entwickler von Neuen Materialien sowie die Entscheider der Werkstoffbranche. Mit der Fachmesse ‚Werkstoffe für die Zukunft’ bringen wir zudem alle Produzenten, Bearbeiter und Anwender von Werkstoffen sowie Hersteller von Maschinen, Anlagen und Prüfeinrichtungen zusammen“, so Fischer weiter.

Additive Manufacturing ist Schwerpunktthema

„Die Werkstoffwoche 2017 wird wieder ein Pflichttermin für alle Werkstoffexperten und -anwender. Die Standortwahl könnte nicht besser sein: Dresden ist das Leichtbau-Zentrum Deutschlands und ein international führender Standort für Werkstoffforschung“, so Dr. Robert Franke, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden. „Die Region verfügt über eine einzigartige F&E-Landschaft mit tausenden Forschern, die unter anderem an der Exzellenzuniversität TU Dresden oder in Fraunhofer- und Leibniz-Instituten neue Materialien für die Industrie entwickeln. Im Bereich Material werden in Dresden weltweite Standards gesetzt“, so Franke.

Kaum ein Thema beschäftigt die Industrie derzeit mehr als die Additiv-Generative Fertigung. Deshalb legt die Werkstoffwoche 2017 den Fokus auf die Chancen und Herausforderung des „Additiv Manufacturing. Schon lang spielt die additive Fertigung nicht nur in der Luft- und Raumfahrtindustrie oder Medizintechnik eine wichtige Rolle. Anders als bei herkömmlichen, abtragenden Fertigungsmethoden wird ein Bauteil auf Basis von digitalen 3D-Konstruktionsdaten durch das Ablagern von Material schichtweise aufgebaut. Inzwischen kommt der 3D-Druck auch in deutschen Traditionsbranchen wie dem Maschinenbau zum Einsatz. Ob Flugzeug- oder Automobilkomponenten, künstliche Gelenke, Brillen oder Turnschuhe – in naher Zukunft lässt sich fast jedes Produkt ökonomisch über 3D-Druck herstellen.

Zukunftstrend intelligente Materialien

Im Fokus der Werkstoffwoche stehen weiterhin intelligente Materialien, die ihre physikalischen Eigenschaften unter bestimmten Bedingungen selbständig verändern. Sie reagieren auf unterschiedliche Umweltbedingungen, auf mechanische Belastungen oder höhere Temperaturen. Durch gezielte Legierung oder Fusion lassen sich für einen bestimmten Zweck vorgesehene Werkstoffe maßschneidern. Mit einer Art ‚digitalem Label’ können diese intelligenten Materialien beispielsweise über den gesamten industriellen Bearbeitungsprozess Informationen liefern, wie sie maschinell bearbeitet werden ‚wollen’. Die Werkstoffe der Zukunft sind extrem leicht, hochbelastbar, thermisch und chemisch unempfindlich und weniger korrosionsanfällig.

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