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Werkstücke mit optischen Sensoren und BV-Systemen exakt vermessen

| Autor/ Redakteur: Helge Moritz / Udo Schnell

Große oder kompliziert geformte Bauteile lassen sich nur schwer exakt vermessen. Außer einer präzisen Mechanik ist eine hochauflösende Sensorik gefragt. Welches Messprinzip am besten passt, hängt von der Anwendung ab. Optische Methoden bieten den Vorteil des berührungslosen Messens.

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Prototyp zur Innenvermessung einer Getriebe-Schaltmuffe mit Lasertriangulations-Eintauchoptik. Bild: EHT
Prototyp zur Innenvermessung einer Getriebe-Schaltmuffe mit Lasertriangulations-Eintauchoptik. Bild: EHT
( Archiv: Vogel Business Media )

Die mikrometergenaue Vermessung großer Bauteile oder komplizierter Geometrien, zum Beispiel hypoidverzahnter Getriebebauteile oder Schneidwerkzeuge für Kurbelwellen, ist schwierig. Eine Kombination aus hochauflösender Sensorik und präziser Mechanik ist dafür nötig. Auf diese Kombination, angewandt für kundenspezifische Lösungen, hat sich EHR spezialisiert. Die Auswahl der richtigen Komponenten unter Berücksichtigung der Messwiederholgenauigkeit sowie des Messbereichs muss anwendungsspezifisch abgewogen werden.

Inkrementales Wegmesssystem bestimmt Positioniergenauigkeit

Kleine Messfelder sind nötig, um mikrometergenau vermessen zu können. Dies gilt für alle Messsysteme. Standardmäßige Werkzeugeinstellgeräte haben telezentrische Messaufbauten mit Messfeldern in der Größenordnung von etwa 1 cm². Laserlinien-Triangulationsgeräte, die etwa 10 µm Auflösung erreichen, haben einen Messbereich von ungefähr 2 cm. Bei anderen Sensoren sieht es ähnlich aus. Damit können Wendeschneidplatten, Bohrer, Fräser und andere Werkzeuge mit ähnlich kleinen Dimensionen vermessen werden, aber keine Bauteile oder Werkzeuge, die einige Dezimeter groß sind. Die telezentrischen Messsysteme der Werkzeugeinstellgeräte haben darüber hinaus noch den Nachteil, dass nur Außenkonturen erfasst werden können.

Zum Erfassen großer Messbereiche sind Mechaniken nötig, die das kleine Messfeld einer hochgenauen Sensorik zu einem Messort verfahren. Weil die Positioniergenauigkeit einer puren Mechanik viel zu ungenau ist, muss diese von einem inkrementalen Wegmesssystem bestimmt werden. Nur in dieser Kombination ist ein hochgenaues Gesamtmesssystem über große Distanzen möglich.

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