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Werkzeug-Hersteller will kräftig investieren

| Redakteur: Rüdiger Kroh

IscarAuch zukünftig will Jacob Harpaz, Geschäftsführer des Werkzeug-Herstellers Iscar Ltd., kräftig in Technik, Produkte und seine Mitarbeiter investieren. Dabei hat er für weiteres Wachstum sowohl die eigenen Stärken als auch mögliche Zukäufe im Visier.

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Jacob Harpaz, Geschäftsführer der Iscar Ltd. Bild: Iscar
Jacob Harpaz, Geschäftsführer der Iscar Ltd. Bild: Iscar
( Archiv: Vogel Business Media )

Iscar

MM: Im vergangenen Jahr hat die Übernahme von 80% der IMC Group durch den US-Investor Warren Buffett für Schlagzeilen gesorgt. Wie oft haben Sie seither mit dem Multimilliardär über das Werkzeuggeschäft gesprochen?

Harpaz: Warren Buffet verfolgt unser Geschäft und somit auch die Industrie sehr genau. Wir treffen uns und reden miteinander, wann immer dies erforderlich ist. Im Grunde sagt er uns, macht doch, was ihr wollt, es scheint ja zu funktionieren.

MM: Woher rührt nach Ihrer Meinung das Interesse von Warren Buffet an der Werkzeug-Branche?

Harpaz: Warren Buffett ist besonders an gut geführten und innovativen Unternehmen interessiert. Sein Interesse an spanenden Werkzeugen in Bezug auf Iscar basiert darauf, dass wir ein multinationales Unternehmen mit einer führenden Position im weltweiten Fertigungssektor sind.

MM: Welche Möglichkeiten und Perspektiven eröffnen sich für Iscar durch den Einstieg des US-Investors?

Harpaz: Das Blickfeld von Iscar ist weit offen. Wir werden auch zukünftig kräftig in Technologie, Produkte und unsere Mitarbeiter investieren. Wir haben immer an diese Verpflichtung geglaubt und tun das auch heute.

MM: Wie beurteilen Sie den Weltmarkt für spanende Werkzeuge und welche Rolle nimmt Iscar dort derzeit ein?

Harpaz: Der Weltmarkt ist in den vergangenen Jahren expandiert. Die größten Investitionen gab es in den Schwellenländern, einschließlich China, Indien, Russland und Osteuropa, und infolgedessen legten die exportorientierten Märkte in Europa zu, mit Deutschland an der Spitze. Zuwächse sehen wir besonders in allen Bereichen der Luftfahrtindustrie, Energieerzeugung, der Medizintechnik und dem allgemeinen Maschinenbau. In diesem Zusammenhang ist es die Stärke von Iscar, regelmäßig neue und innovative Produkte auf den Markt zu bringen.

MM: Wo sehen Sie noch Lücken im Produkt- oder Dienstleistungsangebot?

Harpaz: Die Position von Iscar bei ISO-Drehanwendungen ist unser Schwachpunkt. Wir glauben aber, dass die Betonung unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten mit Innovationen auf der EMO demonstriert wird.

MM: Wie zufrieden sind Sie mit dem aktuellen Geschäftsjahr?

Harpaz: Wir können nie vollends zufrieden sein, weil die Erwartung unserer Kunden mit der regelmäßigen Einführung neuer Produkte wächst. Wir wollen für jeden Kunden ein Partner sein bei der Frage, produktiver und wettbewerbsfähiger zu werden. Bei diesem Streben können wir niemals völlig zufrieden sein.

MM: Wollen Sie zukünftiges Wachstum aus eigener Kraft oder auch durch Zukäufe generieren?

Harpaz: Wir müssen in beide Richtungen schauen und dabei immer im Auge behalten, die steigenden Anforderungen unserer Kunden nach kompletten Lösungen und schnellerer Lieferfähigkeit zu erfüllen.

Iscar auf der EMO Hannover 2007: Halle 4, Stand E30

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