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Taiwan Werkzeugmaschinen aus Taiwan stoßen ins High-Tech-Segment vor

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die taiwanesische Werkzeugmaschinenindustrie befindet sich auf der Erfolgsspur, hat aber mit Wechselkursproblemen zu kämpfen. So ist die Produktion von Werkzeugmaschinen in Taiwan im Jahr 2012 um 5,2 % auf 5,43 Mrd. US-Dollar gestiegen. Auch 2013 werde sie weiter wachsen, erklärte Alan Lu, Präsident des taiwanischen Herstellerverbandes Tami, auf einer Pressekonferenz in Taipeh.

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Verfahrenskombination: Der Hersteller Tailift hat sein Bearbeitungszentrum zusätzlich mit einem Laser ausgestattet.
Verfahrenskombination: Der Hersteller Tailift hat sein Bearbeitungszentrum zusätzlich mit einem Laser ausgestattet.
(Bild: Fouhy)

Ob das Wachstum im laufenden Jahr 5 oder 10% erreiche, hänge allerdings von externen Faktoren ab, insbesondere von der Entwicklung der Wechselkurse. Zurzeit hätten die taiwanesischen Werkzeugmaschinenhersteller wegen des starken Taiwan-Dollars erhebliche Nachteile im Wettbewerb mit japanischen oder koreanischen Anbietern, gab Tami-Geschäftsführer C.C. Wang zu verstehen.

Taiwans Werkzeugmaschinenhersteller setzen höhere Preise durch

Der Grund: Mehr als drei Viertel der Werkzeugmaschinenproduktion des Landes gehen in den Export. Zugute kommt den taiwanesischen Herstellern jedoch, dass sie sich zunehmend im High-Tech-Segment tummeln, was laut Tami-Geschäftsführer Wang dazu geführt hat, dass der Durchschnittspreis pro Maschine im Jahr 2012 um 25 % zugelegt hat.

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Angaben der Außenwirtschaftsgesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI) zufolge konnte Taiwan seine Werkzeugmaschinenexporte 2012 weiter steigern, während die Importe spürbar zurückgingen. Weil Importmaschinen für die Modernisierung der einheimischen Industrie aber eine wichtige Rolle spielen, geht man bei GTAI davon aus, das der Importeinbruch nur kurzfristiger Natur sein wird. Schließlich wolle sich Taiwan unter den Top-Exportländern stärker etablieren und investiere daher in Hightech-Produktionssysteme.

Südkoreanische Anbieter rollen Werkzeugmaschinenmarkt in Taiwan auf

Die aktuell verfügbaren Statistiken des Maschinenbauverbandes Tami weisen für 2012 Werkzeugmaschinenausfuhren im Wert von 4,236 Mrd. Dollar aus. Das waren 5,9 % mehr als 2011. Taiwans Werkzeugmaschinenindustrie hat nach Einschätzung von GTAI-Marktkenner Jürgen Maurer in den letzten Jahren kräftig aufgeholt. Durch einen Wachstumssprung von 35 % wurde 2011 erstmals die 4-Mrd.-Dollar-Marke überschritten. Dagegen schrumpfte der Wert importierter Werkzeugmaschinen 2012 gegenüber dem Vorjahr um knapp 22 % auf 647,7 Mio. Dollar.

Vor allem die Schweiz und Italien haben im Berichtszeitraum an Boden verloren. Deren Lieferungen nach Taiwan gingen um jeweils 38% (auf 44,2 Mio. beziehungsweise auf 11,2 Mio. Dollar) zurück. Die deutschen Anbieter am taiwanesischen Markt mussten ein Minus von 16,2% auf 58,0 Mio. Dollar hinnehmen. Top-Lieferant blieb trotz eines Rückgangs um 25,6 % Japan mit 377,5 Mio. Dollar. Hoch im Kurs standen 2012 Werkzeugmaschinen aus Südkorea, deren Einfuhren um 69 % auf 23,6 Mio. Dollar zunahmen.

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