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Ucimu Werkzeugmaschinenaufträge in Italien fallen deutlich

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Werkzeugmaschinenaufträge bei den italienischen Herstellern sind nach Angaben des Verbands Ucimu - Sistemi per Produrre im zweiten Quartal deutlich gefallen. Der Index der Bestellungen, ermittelt vom Zentrum für Studien und Unternehmenskultur von Ucimu, zeigt laut Verband einen Rückgang um 20,6% zum Vergleichszeitraum des Vorjahres auf einen Wert von 71,5 (2005=100). Ein Minus habe es sowohl im Inland als auch im Ausland gegeben.

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Ucimu-Präsident Luigi Galdabini ist besorgt, weil der italienische Werkzeugmaschinenmarkt deutlich schrumpft.
Ucimu-Präsident Luigi Galdabini ist besorgt, weil der italienische Werkzeugmaschinenmarkt deutlich schrumpft.
(Bild: Ucimu)

Insbesondere zeige der Index der Inlandsaufträge einen Rückgang um 11,5% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf einen absoluten Wert von 52,4. Dies sei ein Hinweis auf die Schwäche der Inlandsnachfrage und die nunmehr strukturbedingte Krise des italienischen Markts, auf dem die Investitionen in Produktionstechnologie dramatisch zurückgegangen seien.

Auslandsaufträge für Werkzeugmaschinen sinken von hohem Niveau

Was das Ausland angeht, verzeichne der Index der Bestellaufträge einen Rückgang um 23% gegenüber dem Zeitraum April bis Juni 2011 und sinke somit auf den absoluten Wert von 78,5.

Luigi Galdabini, neu gewählter Präsident von Ucimu, kommentiert: „Die italienischen Werkzeugmaschinenbauer zeigen sich über die gegenwärtige Situation stark beunruhigt. Und, was noch alarmierender ist, ist die Entwicklung der Inlandsnachfrage, deren Rückgang nunmehr strukturbedingt geworden ist.“ Dagegen sei der Rückgang der Bestellaufträge aus dem Ausland zwar spürbar, aber durchaus noch akzeptabel, wenn man berücksichtige, dass hier die Messlatte ein Vergleich mit dem hervorragende Ergebnis im zweiten Quartal 2011 sei.

Ucimu fürchtet Deindustrialisierung in Italien

Im Inland hingegen fordert Ucimu angesichts des kontinuierlichen Rückgangs der Nachfrage eub sofortiges und zielgerichtetes Handeln, um zu verhindern, dass der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit ein irreversibler Prozess werde.

„Angesichts des Ernstes der Lage und der Gefahr der Deindustrialisierung des Landes, das es verabsäumt hat, seine produktiven Strukturen zu erneuern“, ergänzte Galdabini, „sollten die Regierungsbehörden die Einführung einer so entschlossenen Maßnahme vorsehen wie jener des Abzugs vom steuerbaren Einkommen im Ausmaß von 50% des Wertes der Investitionen in neue Maschinen.“

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