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Werkzeugmaschinenbau boomt dank kräftiger Inlandsnachfrage

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Zweistellige Wachstumsraten konnten die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller bei den Bestellungen im ersten Quartal 2014 erleben: Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2013 um 10 %. Die Inlandsbestellungen lagen 20 % über Vorjahr, die Auslandsbestellungen fielen 5 % höher aus, wie der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilt.

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Werkzeugmaschinen sind in Deutschland wieder gut gefragt.
Werkzeugmaschinen sind in Deutschland wieder gut gefragt.
( Bild: Index )

„Aus dem Inlandsmarkt kommen kräftige Impulse für das Werkzeugmaschinengeschäft“, kommentiert VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer. des Branchenverbands VDW das Ergebnis. Der kontinuierliche Bestellzuwachs bereits seit Ende 2012 bestätige, dass die deutschen Kunden optimistisch seien und sich der Investitionsstau im Inland endgültig aufgelöst habe. Das zeige auch der Geschäftsklimaindex, der zuletzt in der Industrie wieder angezogen habe.

Zerspanungsmaschinen bei den Werkzeugmaschinenbauern besonders gefragt

In dieses Bild passe, dass die Zerspanungstechnik mit ihrer breit aufgestellten Abnehmerschaft die Führungsrolle übernommen hat, im Gegensatz zum vergangenen Jahr. Die Aufträge seien um 14 % gestiegen. Gefragt war laut VDW eine breite Verfahrenspalette, insbesondere Dreh- und Schleifmaschinen sowie Bearbeitungszentren. In der Umformtechnik hingegen notierten die Bestellungen 4 % über Vorjahr. Hier seien insbesondere Maschinen für die Blechbearbeitung mit einem ebenfalls breiten Anwendungsfeld geordert worden. Die Nachfrage nach Pressentechnik habe sich nach dem Vorjahresboom etwas beruhigt.

Die ausländischen Kunden hingegen wollten noch nicht so recht in Schwung kommen. Insbesondere die Bestellungen aus den Euro-Ländern sanken um ein Zehntel, wie der VDW mitteilt. „Unsere Erwartungen richten sich auf Asien und Amerika“, sagt Schäfer. Die Bestellungen von Nicht-Euroländern sähen mit einem Zuwachs von 9 % im ersten Quartal deutlich besser aus.

Werkzeugmaschinenbau fürchtet schärfere Auseinandersetzung mit Russland

Alles in allem befinde sich die Produktionsentwicklung auf gutem Wege. „Das erste Quartal signalisiert grünes Licht für einen Produktionszuwachs im laufenden Jahr“, bekräftigt der VDW-Geschäftsführer. Allerdings setzten alle Annahmen voraus, dass kein weiteres Störfeuer seitens der Weltpolitik erfolgt. Sollten sich die Auseinandersetzungen mit Russland weiter verschärfen, berge dies ein hohes Risiko für beide Seiten.

Russland ist laut VDW der drittgrößte Auslandsmarkt für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie und Deutschland der wichtigste Lieferant für Russlands Industrie. „Bereits jetzt verunsichert die Situation die Finanzmärkte“, sagt Schäfer. Dies könne auch schnell auf die Realwirtschaft übergreifen.

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