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Werkzeugmaschinenbau verliert über 20 % beim Auftragseingang

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Die deutschen Werkzeugmaschinenbauer stehen vor härteren Zeiten: Im ersten Quartal 2019 ist der Auftragseingang um 21 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

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Deutsche Werkzeugmaschinen sind vor allem außerhalb des Euroraums nicht mehr so stark gefragt.
Deutsche Werkzeugmaschinen sind vor allem außerhalb des Euroraums nicht mehr so stark gefragt.
( Bild: Index-Werke )

Dabei gingen die Bestellungen aus dem Inland um 10 % zurück. Die Auslandsorders verloren 27 %, wie der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilt. „Diese Minusraten sind nicht zuletzt auf eine extrem starke erste Jahreshälfte 2018 zurückzuführen“, kommentiert VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer. Der Basiseffekt werde im zweiten Halbjahr 2019 deutlich abnehmen.

Wirtschaftliche Abkühlung im Werkzeugmaschinenbau angekommen

„Dennoch ist die Abkühlung der Weltwirtschaft nun endgültig auch in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie angekommen“, sagt Schäfer weiter. Das Inlandsgeschäft, lange Gegengewicht zu den rückläufigen Auslandsorders, hat deutlich an Dynamik eingebüßt. Einziger Lichtblick ist der Euroraum, der sehr viel stabiler läuft und nur 3 % verlor. Er kann jedoch den Verlust aus dem Nicht-Euroraum nur geringfügig stabilisieren.

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Ursachen für die rückläufige Entwicklung sieht der VDW in politisch verursachten Störungen im Welthandel, die auf die Schwellenländer durchschlagen, der Wachstumsschwäche in China, strukturellen Schwächen beim größten Abnehmer Automobilindustrie und im Einbruch in der Halbleiterbranche. „Die internationale Automobilindustrie hatte ihre Anlageinvestitionen bereits 2018 auf weniger als 4 % gegenüber dem Vorjahr halbiert und dürfte 2019 noch unter diesem Niveau planen“, erläutert der VDW-Geschäftsführer.

Bestellungen im Werkzeugmaschinenbau unterhalb des Umsatzes

Erstmals seit Mitte 2014 liegen die Bestellungen von Werkzeugmaschinen wieder unterhalb des Umsatzes. Der konnte in den ersten drei Monaten 2019 noch 6 % zulegen. „Viele Unternehmen stützen sich derzeit auf den Auftragsbestand aus dem vorangegangenen Boom ab“, sagt Schäfer. Zu lange Lieferzeiten würden wieder kürzer. Dadurch werden die Beschaffung bei den Kunden und die Durchlaufzeiten in der Anlagenproduktion bei den Anbietern wieder flexibler. Die Kapazitäten waren im April dieses Jahres zu 86,5 % ausgelastet und bleiben unter dem Durchschnitt des vergangenen Jahres.

„Der VDW erwartet für 2019 dennoch einen Produktionszuwachs von 1 %“, bekräftigt der VDW-Geschäftsführer. Dafür gehe er von einer Belebung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte aus. Auch dürfte der Auftragsbestand noch geraume Zeit ausstrahlen.

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