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Teilereinigung

Wie sensible Verbindungsteile bis zur Montage sauber bleiben

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Auf die zunehmende Elektronifizierung von Automobilkomponenten reagiert der Verbindungstechnik-Spezialist Arnold Umformtechnik mit dem Sauberkeitskonzept Cleancon, das alle Prozessschritte bei Verbindungsteilen umfasst: von der Produktion bis zum Montageort. Dienstleister zur Feinstreinigung der Teile nach der Produktion sind überflüssig.

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Bild 1: Elektronikausfälle bei mechatronischen Systemen sind bei Automobilen heute die Pannenursache Nummer eins. (Bild: Arnold Unformtechnik)
Bild 1: Elektronikausfälle bei mechatronischen Systemen sind bei Automobilen heute die Pannenursache Nummer eins. (Bild: Arnold Unformtechnik)

Mit den Richtlinien VDA 19 und ISO 16232 wurden für die Automobilindustrie Auflagen zur Prüfung der technischen Sauberkeit eingeführt. Dient doch die Teilesauberkeit als wichtiges Qualitätsmerkmal, entscheidend für die Zuverlässigkeit und Funktion von Bauteilen.

Um die Vorgaben zu erfüllen, gilt es, eine mögliche Verunreinigung festzustellen und die Partikel zu quantifizieren. Das Sauberkeitskonzept Cleancon von Arnold Umformtechnik geht noch einen Schritt weiter und bietet einen Prozess, der Sauberkeitsanforderungen von der Produktion bis zur Kundenapplikation umfasst.

Mikroskopisch kleine Teile können Fehlfunktionen verursachen

Die Automobilhersteller stecken in der „Chip-Falle“. Einerseits sollen elektronische Systeme das Automobil sicherer und komfortabler machen. Andererseits ergeben sich damit zahlreiche mögliche Fehlerquellen, gelten doch heute Elektronikausfälle bei allen OEM als Pannenursache Nummer eins (Bild 1).

Somit stellt die technische Sauberkeit von Elektronik-, aber auch Pneumatik- und Hydraulikkomponenten (zum Beispiel in Bremsen, im Motor und Fahrwerk) eine zunehmende Herausforderung für die KFZ-Industrie dar.

Weil die hochkomplexen Aggregate und Baugruppen zunehmend kompakter und leistungsfähiger werden, können mikroskopisch kleine Teilchen auf der Oberfläche Fehlfunktionen verursachen. Einfache und kostengünstige Lösungen sind gefragt, um teure „Feldausfälle“ durch Partikelverunreinigungen zu vermeiden.

Arnold-Reinigungskonzept erhöht Betriebssicherheit um ein Vielfaches

Eine derartige Lösung kommt von Arnold Umformtechnik – das Sauberkeitskonzept Cleancon. Dieses erlaubt es, die Sauberkeitsanforderungen der Kunden an die Bauteile zu realisieren und so die Betriebssicherheit um ein Vielfaches zu erhöhen. Der ganze Prozess läuft in fünf Schritten ab (Bild 2):

  • Im Anforderungsprofil des Kunden werden die Grenzwerte definiert, das Umfeld betrachtet, Oberflächen- und Prüfspezifikationen eingetragen und schließlich die Verpackung festgelegt.
  • Die Produktion begleiten fertigungsbegleitende Reinigungsprozesse.
  • Im Sauberraum erfolgt die Feinstreinigung, man bringt optional Gleitbeschichtungen auf und verpackt die Elemente.
  • Bei den Sauberkeitsanalysen nach VDA 19 kommt ein angepasstes Extraktionsverfahren zum Einsatz sowie Untersuchungen hinsichtlich der Partikelgrößenverteilung und der Gravimetrie.
  • Die sauberkeitsgerechte Verpackung schließlich umfasst eine Lage fixierende Innenverpackung im Zwiebelschalenprinzip, dem so genannten „Cleanpack“ sowie eine individualisierbare Außenverpackung.

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