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Kommunikation Wie wichtig die richtigen Worte beim Führen sind

| Autor/ Redakteur: Julia Voss / Monika Zwettler

Außer den Arbeitsstrukturen und -beziehungen in den Unternehmen haben sich auch deren Mitarbeiter gewandelt. Das erfordert ein verändertes Führungs- und Kommunikationsverhalten ihrer Vorgesetzten, speziell der jungen Führungskräfte. Sie müssen sich unter anderem selbst als Lernende begreifen.

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Sprache ist ein wichtiges Instrument in der Mitarbeiterführung – daher gilt es sie bewusst einzusetzen.
Sprache ist ein wichtiges Instrument in der Mitarbeiterführung – daher gilt es sie bewusst einzusetzen.
(Bild: Bernd Leitner - Fotolia.com)

Das wichtigste Instrument für Führungskräfte ist ihre Sprache. Denn mit Worten vermitteln sie ihren Mitarbeitern, was es zu tun gilt und auch wie zufrieden sie mit ihrer Leistung sind. Also müssen junge Führungskräfte zum einen lernen, in der Kommunikation mit ihren Mitarbeitern stets die richtigen Worte zu wählen; zum anderen müssen sie ein Gespür dafür entwickeln, wann und wie sie ihnen wichtige Dinge sagen.

Das ist nicht einfach. Denn Führungskräfte kommunizieren mit sehr unterschiedlichen Menschen: Platzt der eine Mitarbeiter fast vor Selbstvertrauen, muss der andere regelmäßig ermutigt werden. Und lässt sich ein Mitarbeiter primär mit Geld motivieren, spornt seinen Kollegen ein Lob an. Auch die Führungssituationen sind verschieden. In einer Situation muss die Führungskraft ihre Mitarbeiter weitgehend mit Anweisungen führen, weil es gerade „brennt“; dann wieder ist geduldiges Zuhören ein Einbinden in die Entscheidungen gefragt.

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Auch die Gesprächskonstellationen sind verschieden: mal führt die Führungskraft ein Gespräch unter vier Augen und kann deshalb dem Mitarbeiter auch ein paar kritische Worte sagen, mal darf sie dies nicht tun, weil Zuhörer anwesend sind. Entsprechend sensibel müssen Führungskräfte für die jeweilige Situation und Gesprächskonstellation sein, und entsprechend flexibel müssen sie ihr Gesprächsverhalten dem Gegenüber anpassen können.

Unterschiedliche Verhaltensweisen der Mitarbeiter sind ausschlaggebend

Das fällt jungen, noch unerfahrenen Führungskräften oft schwer – unter anderem, weil ihnen nicht ausreichend bewusst ist, wie unterschiedlich Menschen „ticken“ und warum dasselbe Gesprächsverhalten bei einem Mitarbeiter zum Erfolg und bei dem anderen zum Misserfolg führt.

Außer den Wertesystemen von Menschen sind auch ihre Interessen und Bedürfnisse verschieden. Zudem divergieren ihre Fähigkeit und Bereitschaft, Aufgaben selbstständig wahrzunehmen. Auch deshalb muss das Führungs- und somit Gesprächsverhalten von Führungskräften flexibel sein.

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