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Spezialstahl-Langprodukte

Wieder schwarze Zahlen für Schmolz + Bickenbach

| Redakteur: Frauke Finus

Die Schmolz + Bickenbach Gruppe, weltweiter Anbieter von Spezialstahl-Langprodukten, zieht über das vergangene Geschäftsjahr eine positive Bilanz und gibt bekannt, dass die Gespräche zu einem ergebnisoffenem Verkaufsprozess für spezifische Distributionseinheiten in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Österreich wieder aufgenommen werden. Außerdem teilt das Unternehmen mit, dass Johan Van de Steen für die Wahl zum neuen Mitglied des Verwaltungsrats bei der Generalversammlung im April nominiert wurde.

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Die Schmolz + Bickenbach AG hat Johan Van de Steen für die Wahl zum neuen Mitglied des Verwaltungsrats nominiert.
Die Schmolz + Bickenbach AG hat Johan Van de Steen für die Wahl zum neuen Mitglied des Verwaltungsrats nominiert.
( Bild: Johan Van de Steen )

Die Schweizer Schmolz + Bickenbach AG zieht eine positive Bilanz über das Geschäftsjahr 2014, denn alle gesteckten Ziele sind erreicht oder übertroffen worden. Das um 133,7 Mio. Euro gesteigerte und mit 50 Mio. Euro deutlich positive Konzernergebnis spiegelt das Ergebnisverbesserungsprogramm sowie die deutlich gesunkene Zinslast wider. Zum ersten Mal seit drei Jahren ist das Konzernergebnis damit wieder positiv. Wie schon in den beiden Vorjahren wird aber auf eine Dividendenausschüttung verzichtet. Der Gewinn soll zur Stärkung der Bilanz sowie zur Schuldentilgung eingesetzt werden. Beim Ausblick ist man bei Schmolz + Bickenbach verhalten: Sowohl die Schätzungen für die allgemeine Konjunktur als auch für den Stahlverbrauch sind mit gemischten Vorzeichen versehen. Die im Januar 2015 erfolgte Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro wird zu Ergebnisbelastungen führen. Preisänderungen bei Legierungselementen wie Nickel und bei Schrott gibt das Unternehmen über ein Zuschlagssystem weitgehend an seine Kunden weiter. Somit schwanken die Umsatzerlöse aufgrund externer, nicht zu beeinflussender Faktoren teilweise sehr stark. Von einer Schätzung der Umsatzerlöse für die Gruppe sieht das Unternehmen daher in Zukunft ab.

Spezifische Distributionseinheiten in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Österreich

Zu einem ergebnisoffenen Verkaufsprozess für spezifische Distributionseinheiten in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Österreich werden die Gespräche wieder aufgenommen. Die betreffenden Distributionsaktivitäten gehören zur Division Sales & Services, verfolgen ein divergierendes Geschäftsmodell und vertreiben überwiegend werksfremde Produkte. Sie entsprechen daher nicht mehr der im Jahr 2013 ausgearbeiteten strategischen Ausrichtung der Schmolz + Bickenbach Gruppe auf die Produktion und den Vertrieb werkseigener Produkte. 2014 erreichten diese Aktivitäten zusammen einen Umsatz von rund 600 Mio. Euro und beschäftigten rund 1000 Mitarbeiter.

Wahl zum neuen Mitglied des Verwaltungsrats

Bei der kommenden Generalversammlung Mitte April wird Schmolz + Bickenbach ein neues Mitglied des Verwaltungsrats wählen. Dafür wurde Johan Van de Steen nominiert, wie das Unternehmen bekannt gibt. Der 1965 geborene Belgier hat sowohl einen Master in Electronics Engineering als auch einen MBA der INSEAD Business School (Fontainebleau, Frankreich). Während seiner 13 Jahre im Bereich Private Equity hat Van de Steen umfassende Erfahrung als Vorstandsmitglied/Interim-Manager/CRO in einer Vielzahl von Branchen (einschliesslich Industrie, Telekommunikation, Dienstleistungen und Halbleiter) gesammelt. Sein Schwerpunkt und sein Interesse liegen auf strategischen Themen und betrieblicher Wertschöpfung. Seit 2014 ist er Head of Portfolio für die Renova Management AG.

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