PLM Wissensmanagment bringt Unternehmen in die Erfolgsspur

Redakteur: Dietmar Kuhn

Die Economist Intelligence Unit hat zusammen mit UGS PLM Software aktuell eine Umfrage unter 315 Führungskräften der Fertigungsindustrie zum Thema Wissensmanagement in der Fertigung durchgeführt. Aus dieser Studie geht hervor, dass Wissensmanagement nicht nur innerhalb eines Unternehmens, sondern auch in der Zusammenarbeit mit externen Partnern, eine große Herausforderung darstellt.

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( Archiv: Vogel Business Media )

In einer Wissensgesellschaft hängt der Erfolg eines Unternehmens nicht nur von dessen Größe oder Finanzkraft ab, sondern von dessen Fähigkeit, das im Unternehmen vorhandene Wissen transparenter zu machen. Wissensmanagement ist in diesem Sinne also kein Selbstzweck mehr. Europäische Hersteller haben schon lange erkannt, dass sie sich in einem Wettbewerb innerhalb des Wissensmanagements befinden.

Wissensmanagement muss Wissen im Unternehmen strukturieren

Unternehmen, egal welcher Größe, verfügen über immenses Wissen, das sich aber auf viele strukturierte und meist unstrukturierte Quellen verteilt. Zwar stehen der Mensch und das Unternehmen als primäre Wissensträger im Vordergrund, doch ist auch die Technik ein wichtiges Werkzeug, da sie den schnellen Austausch von Informationen ermöglicht.

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Schlagworte sind: Wissen teilen, Wissen benutzen, Wissen bewerten und Wissen austauschen. Und davon hängt es ab, ob ein Unternehmen Prozesse optimieren und neue Produkte schneller und günstiger auf den Markt bringen kann.

Das Wissen bleibt in der Regel jedoch nicht lange im eigenen Haus: Die Aufstellung der meisten Unternehmen wird immer globaler und die Zusammenarbeit mit Lieferanten, Partnern und Kunden nimmt zu.

Daher liegen grundlegende Informationen über Prozesse oder potenzielle neue Produkte höchstwahrscheinlich auch außerhalb des Unternehmens – irgendwo in der breiten Lieferkette. Durch die Entwicklung dieses komplexen Beziehungsnetzes ist es extrem wichtig, effiziente Mechanismen einzuführen, damit sich Unternehmen über das Ausmaß der Informationen in ihrem Betrieb bewusst werden.

Wissen von externen Partnern muss zugänglich werden

Die Studie ergab, dass Unternehmen es als eine sehr große Herausforderung betrachten, Wissen von externen Partnern nicht nur zu identifizieren, sondern sich dieses Wissen auch zugänglich zu machen. Die mangelnde Kommunikation innerhalb des Unternehmens und die Tatsache, dass Wissen häufig in unstrukturierten Quellen wie E-Mails oder Notebooks quasi still steht, führen bereits intern zu Barrieren beim Wissenstransfer. Unternehmen sollten daher sorgfältig über ihre Kommunikationskanäle nachdenken, die sie näher an die Unternehmensziele bringen.

Wichtiges und entscheidendes Wissen bleibt of nur in den Köpfen der Mitarbeiter. Mehr als die Hälfte der Befragten (51%) geben an, dass wichtiges und entscheidendes Wissen oft nur in den Köpfen jedes einzelnen Mitarbeiters existiert und somit auch nicht dokumentiert wird. Sollten diese Mitarbeiter das Unternehmen eines Tages verlassen, geht dieses Wissen einfach verloren.

Dann besteht nur noch die Möglichkeit, das Wissen durch Mitarbeiter zurück zu erwerben, die noch in diesem Team arbeiten. Das kann sich oftmals jedoch über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinziehen. Zudem ist das vorhandene Fachwissen weit über den ganzen Globus verteilt oder liegt bei Mitarbeitern verschiedener Sparten, die auch noch aus unterschiedlichsten Kulturen und Ländern kommen.

Wissensmanagement muss wissen, wo das Wissen sitzt

Auf Grund dieser Komplexität können Unternehmen erst dann Kapital aus ihrem Fachwissen und geistigem Eigentum schlagen, wenn sie herausgefunden haben, wo das Wissen genau sitzt. Fast die Hälfte aller Befragten (47%) geben an, dass ihr Unternehmen nicht weiß, wie hoch das Ausmaß des geistigen Eigentums im eigenen Hause ist.

Zwar bestätigen alle Befragten, dass die Beziehungen mit Outsourcing-Partnern eine positive Auswirkung auf das gesamte Konkurrenzdenken haben. Es gibt aber keinen Anhaltspunkt dafür, dass diese Beziehungen eine wesentliche Verbesserung in der Produktinnovation oder eine Schaffung neuen geistigen Eigentums herbeiführen.

Die Mehrheit der Befragten ist jedoch der Ansicht, dass eine große Motivation in der Fertigungsindustrie vorherrscht, den internen Wissenstransfer transparenter zu gestalten und sich zudem das Fachwissen externer Partner zugänglich zu machen. Die Priorität vieler Unternehmen sollte es deshalb sein, Programme und Strategien zu entwickeln, die die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch sowohl intern als auch extern fördern.

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