Portalfräsmaschinen XXL-Portalfräsmaschine bearbeitet Pkw-Modelle im Originalformat

Redakteur: Peter Königsreuther

Wurden in der Vergangenheit üblicherweise Lateral- und Fahrständerfräsmaschinen im Bereich Modell- und Prototypenbau eingesetzt, kommen heute zunehmend große Portalfräsanlagen zum Einsatz. Welche Gründe für diesen Produktionstrend verantwortlich sind, zeigt eine Anlage mit einem Z-Achsen-Bereich von 3000 mm.

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Die Endura 904-Linear ist eine große Portalfräsmaschine mit einem Z-Achsen-Weg von 3000 mm. Mit ihr lassen sich Pkw-Modelle und größere Nutzfahrzeugkonzepte in Originalgröße fertigen.
Die Endura 904-Linear ist eine große Portalfräsmaschine mit einem Z-Achsen-Weg von 3000 mm. Mit ihr lassen sich Pkw-Modelle und größere Nutzfahrzeugkonzepte in Originalgröße fertigen.
(Bild: Fooke)

Bei der Entwicklung von neuen Kraftfahrzeugmodellen setzen die Vorentwickler und Prototypenbauer verstärkt auf große Fünf-Achs-Fräsmaschinen für die Bearbeitung ihrer 1:1-Modelle aus Industrieplastilin (Clay) oder Modellbau-Blockmaterial. Fooke kommt diesem Wunsch entgegen und bietet mit den Portalfräsmaschinen Endura 600-Linear und 900-Linear, zwei Anlagen für diesen Zweck.

Portalfräsmaschine bietet mehr Produktivität

Zur Begründung für diesen Trend kann Fooke einige praxiserprobte Antworten geben: Portalanlagen sollen deutlich produktiver sein, weil sie im Vergleich zu anderen Maschinen dynamischer reagieren könnten. Außerdem gelängen aufgrund des steiferen Aufbaus bessere Oberflächenqualitäten durch eine genauere Bewegungsführung als bei den üblichen Anlagen.

Die Vorteile der Anlage liegen laut Fooke auch darin, dass das optimale Verhältnis von Struktursteifigkeit zu bewegter Masse erreicht ist, sowie im Einsatz von Linearmotoren in allen translatorischen Achsen und Torquemotoren in den Rundachsen. Darauf beruhe das prinzipielle Geheimnis der Endura-Dynamik. Die Baureihe kann mit allen marktüblichen Steuerungen ausgestattet werden.

Geschwindigkeit, Beschleunigung und Ruck direkt beeinflussen

Um die Dynamik noch zu steigern, enthält jede Endura zusätzliche Fooke-Dynamik-Parametersätze, wie es heißt. So könne der Bediener direkt die physikalisch möglichen und die in der PLC eingestellten Werte wie Geschwindigkeit, Beschleunigung und Ruck beeinflussen.

Zur Grundausstattung einer Endura zählt laut Fooke ein automatischer Werkzeugwechsler, die Messtechnik für Werkstück- und Werkzeug, eine Planenabdeckung und eine einsatzorientierte Absaug- und Spänefördereinrichtung. Besonderes Augenmerk lege Fooke auf die Beseitigung von Stäuben und Spänen, denn hier gebe es oft unterschiedliche Prioritäten: Wird mehr Modellbau-Blockmaterial bearbeitet, ist das Absaugen ein großes Thema. Industrieplastilin hingegen lässt sich nicht saugen. Außerdem will der eine oder andere Kunde auf der Maschine auch Aluminium bearbeiten, wie die Experten von Fooke bemerken.

Portalfräsmaschinen bearbeiten auch Transport- und Nutzfahrzeuge

Eine übliche Portalfräsmaschine wie die 900-Linear bietet Verfahrwege von 7500 mm × 3500 mm × 2500 mm. So könnten alle typischen Pkw-Modelle im Maßstab 1:1 bearbeitet werden. Sonderwünsche, wie etwa elektromechanische Hubeinrichtungen für Designmodelle machte aus einer Fooke-Maschine nicht gleich eine teure Sondermaschine, heißt es. Denn der Stahlbau, die mechanische Bearbeitung, der Schaltschrank und die Programmierung sind laut Fooke made in Germany.

Zurzeit stehen zwei Maschinen des Typs Endura 904-Linear zur Lieferung an. Die Verfahrwege sind hier 7500 mm × 4000 mm × 3000 mm und sie eignen sich nicht nur für die Bearbeitung von Pkw-Modellen. Auch erste Konzepte von Transport- und Nutzfahrzeugen können auf diesen Maschinen bearbeitet werden.

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