Suchen

Kaast auf der AMB 2018

Ein Kraftpaket in Sachen zerspanende Vertikalbearbeitung

| Redakteur: Peter Königsreuther

Bei der Hochleistungszerspanung kommt es auf Kraft und Präzision an. Ersteres wird durch die implementierte Maschinenspindel garantiert. Jetzt gibt es ein Vertikalbearbeitungszentrum, das laut Aussage des Herstellers das stärkste seiner Art ist. Halle 6 am Stand A12.

Firma zum Thema

Mit der VF-Mill HP 1165 präsentiert der AMB-Aussteller Kaast eine Allroundmaschine aus der Vertikalbearbeitung, die unter anderem mit einer für diese Anlagengröße ungewöhnlich kräftigen Spindel ausgestattet werden kann. Halle 6 am Stand A12.
Mit der VF-Mill HP 1165 präsentiert der AMB-Aussteller Kaast eine Allroundmaschine aus der Vertikalbearbeitung, die unter anderem mit einer für diese Anlagengröße ungewöhnlich kräftigen Spindel ausgestattet werden kann. Halle 6 am Stand A12.
( Bild: Kaast )

Im Rahmen seines AMB-Auftritts bringt das Unternehmen Kaast Werkzeugmaschinen sein Vertikalbearbeitungszentrum des Typs VF-Mill HP 1165, die in ihrer Klasse stärkste Kaast-Anlage, mit nach Stuttgart. Im Zuge der Vorberichterstattung zur AMB wollte die Redaktion nun doch etwas mehr über diese Maschine erfahren. Deshalb stand man mit dem Geschäftsführer Benjamin Kaehlcke in reger Diskussion, um direkt vom Anbieter weitere interessante Details zu diesem Klassenprimus im Kaast-Portfolio zu erfahren.

Das macht die Maschine so besonders

Laut Kaast-Geschäftsführer Benjamin Kaehlcke sticht die VF-Mill HP 1165 ganz klar mit ihrer Hauptspindel hervor. Denn diese kann optional mit einem Hauptspindelmotor mit maximal 53 kW Spindelleistung geliefert werden. Das ist, betont Kaehlcke, in ihrer Klasse ein Novum. Bei dieser hohen Leistung und einem Spindeldurchmesser von 160 mm und in S6-Betrieb sei das ein überzeugendes Hauptantriebspaket, was natürlich nur mit ausreichend kraftvoll motorisierten Achsantrieben von 5,7 kW in X und Y sowie 6 kW in Z zu einem harmonischen System verschmilzt.

Weiter führt der Kaast-Geschäftsführer aus: „Natürlich sind auch alle anderen Komponenten entsprechend auf Leistung ausgerichtet. Es fängt schon beim Maschinenkörper, welcher aus Meehanite-Guss gefertigt und per FEM-Analyse optimiert ist, an. In Sachen Führungen werden massive 45er-Rolllinearführungen von Hiwin verbaut.“ Des Weiteren gehörten großzügig dimensionierte Kugelgewindetriebe der Klasse C3 zum Konzept, um mit der hohen Performance der Spindel Schritt halten zu können.

Weitere optional erhältliche Features, welche die Anlage bei Bedarf noch präziser und damit wirtschaftlicher machen sollen, sind beispielsweise gekühlte Gewindetriebe und Glasmaßstäbe in allen Achsen, die zur Präzisionssteigerung dienen und ein komplett eingehauster Werkzeugwechsler, mit dem die Verschmutzung durch Späne und somit Störungen ausgeschlossen werden können.

Hochleistungszerspanung bis ins Detail

Ein weiterer Pluspunkt, den Kaehlcke erwähnt, ist die sogenannte Entkopplung des Hauptspindelmotors von der Hauptspindel: Um den Wärmefluss vom Motor auf die Hauptspindel zu vermeiden, wird eine Kühlplatte verbaut, die Motor und Spindel thermisch trennt.

Ein weiteres optionales Highlight der Maschine VF Mill HP 1165 sei die SK50-Spindel, die mit einer Maximaldrehzahl von 10.000 min-1 und mit einem Drehmoment von 254 Nm arbeitet. Standardmäßig wird die Maschine mit 12.000 min-1ausgeliefert. Es können aber auch 15.000 oder 18.000 min-1 sein, wie Kaehlcke betont. Ein spezielles Spänespül- und -abfuhrsystem durch zwei in Y-Richtung liegende Schneckenförderer, kombiniert mit einem rückseitigen Kettenspäneförderer zum Weitertransport in die Sammelbehälter, halten den Arbeitsraum sauber.

Auf Kundenwünsche hin modifizierbar

Die aus Korea stammenden IKZ-Anlage, die standardmäßig mit 20 bar (optional bis 50 oder 70 bar) durch das Werkzeug kühlt, sichert die Qualität bei der Hochleistungszerspanung nach aktuellem Stand der Technik, sagt Kaehlcke.

„Wir gehen damit ganz klar auf Anwender im High-End-Bereich zu, die sowohl krafttechnisch wie auch präzisionsmäßig hohe Ansprüche stellen“, sagt Kaehlcke. Im Speziellen sei die Anlage auch für Werkzeugbauer attraktiv. Und zwar für diejenigen, die große Spindelleistungen in Verbindung mit hohen Schnittgeschwindigkeiten an der Schneide brauchen. Das gelte etwa, wenn Werkstoffe mit hoher Oberflächengüte das Tagesgeschäft bestimmten.

So entworfen, lasse sich diese Maschine sehr individuell auf Kundenwünsche trimmen, wobei sie aber in ihrer Standardausführung bereits ein sehr guter Allrounder sei und als Zielgruppe durchaus den höherwertigen Zerspanungsbereich im Fokus habe. Dieses Etikett mache sie zu einer erfolgversprechenden Alternative zu anderen Anlagen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45446252)

Das könnte Sie auch interessieren SCHLIESSEN ÖFFNEN

Knuth; Doosan; Kasto; Bild: Königsreuther; Bild: Schunk; Kaast; Simpac; Trumpf; SYS-DPA; VDW; Schuler; Schäfer Werke; VCG; © Christina Kuhaupt/Microstep; Coherent; Laserline; Hypertherm; Itasse; Kuka; Dumeta GmbH; Parts2clean; Lichtgut/Leif-Hendrik Piechowski; Ecoclean; AP&T; Bosch Rexroth; Fotostudio M4 / Mirja Mack; EVT Eye Vision Technology; Schneider Messtechnik; Pepperl+Fuchs; SSAB; Mapudo; Harden Machinery; Serapid; Triax; Esta; Elten; Unitechnik; ©prescott09 - stock.adobe.com; Uwe Nölke; Uni Kassel; Fraunhofer-IML; Jan Engel - Fotolia; Audi; Schall; Metabo