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Zulieferer fordern wettbewerbsfähige Rohstoff- und Energiepreise

| Redakteur: Dietmar Kuhn

„Die deutsche Zulieferindustrie schätzt ihre aktuelle Wirtschaftslage wieder so positiv ein wie vor der Wirtschaftskrise“, sagt Theodor L. Tutmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Zulieferer (ArGeZ) auf der Hannover-Messe 2011.

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Theodor L. Tutmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Zulieferer, sieht seine Branche auf einem Stand wie vor der Krise 2009. „Wir erwarten 2011 ein Umsatzwachstum von 7%. Wenn es gut läuft, werden wir in ein paar Monaten bei dem Vorkrisenergebnis liegen.“ Bild: Kuhnx
Theodor L. Tutmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Zulieferer, sieht seine Branche auf einem Stand wie vor der Krise 2009. „Wir erwarten 2011 ein Umsatzwachstum von 7%. Wenn es gut läuft, werden wir in ein paar Monaten bei dem Vorkrisenergebnis liegen.“ Bild: Kuhnx
( Archiv: Vogel Business Media )

Der ArGeZ-Geschäftsklimaindex für die deutsche Zulieferindustrie hat sich demnach auf Rekordniveau stabilisiert. Waren es 2010 16,5% Umsatzwachstum, so prognostiziert Tutmann die Zuwachsrate für 2011 mit 7%. Seit Februar diesen Jahres hat die Bewertung der aktuellen Lage noch einmal deutlich zugelegt.

Dynamische Bestellungen bei zügig steigender Kapazitätsauslastung

Die Ursachen dafür sehen die Zulieferexperten in unvermindert dynamischen Bestellungen und einer zügig steigenden Kapazitätsauslastung die derzeit bei 86% liegt. Zum Vergleich mit 2009 waren es damals nur 71%.

„Das Umsatzwachstum 2010 hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen“, so Tutmann. Der Umsatz lag damit im Jahre 2010 bei 191,5 Mrd. Euro. Der Umsatzeinbruch vom Krisenjahr 2009 wurde damit weitgehend wieder gut gemacht.

Aufgrund der durch den Aufschwung gegebenen Kapazitätsauslastung, haben viele Unternehmen der Zulieferbranche 2010 wieder Personal eingestellt. In der Stahl- und Metallverarbeitung sowie in der Kautschukindustrie erhöhte sich die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter um 15.000 auf nunmehr 480.000. Die Anzahl der Betriebe ist gegenläufig und sank um 4%.

Folge der Ereignisse in Japan und Nordafrika nur schwer kalkulierbar

Zur künftigen Entwicklung der Zulieferbranche bemerkte Tutmann, dass die Folge der Ereignisse in Japan und Nordafrika derzeit nur schwer kalkulierbar seien. „Derzeit sind unsere Lieferketten weitgehend sichergestellt. Wir beobachten die Situation jedoch sehr aufmerksam“, sagte er.

Positiv wirke sich aber nach wie vor die Entwicklung in den USA und die bislang unvermindert starke Dynamik der asiatischen Märkte aus. Allerdings belaste die Preisentwicklung der Vormaterialien die Unternehmen erheblich. Aufgrund anziehender Preise zeigen die Umsatzrenditen wieder eine rückläufige Entwicklung.

Deshalb fordern die Zulieferer trotz der positiven Wirtschafslage weiter wettbewerbsfähige Rohstoff- und Energiepreise.

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