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Tezet-CAD Zusammenarbeit von Biegern und Konstruktion leicht gemacht

| Autor / Redakteur: Klaus Leistritz / Stefanie Michel

Wenn die Konstruktionsabteilung nicht mit den Möglichkeiten der Biegemaschine vertraut ist, entstehen Konstruktionen, die die vorhandene Biegemaschine nicht so realisieren kann wie erwartet. Eine Spezialsoftware zum Umformen von Rohren optimiert dann die Zusammenarbeit zwischen Konstruktion und Biegern.

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Bild 1: Die Rohrbiegesoftware Tezet-CAD optimiert die Zusammenarbeit zwischen Konstruktion und dem Bediener der Biegemaschine.
Bild 1: Die Rohrbiegesoftware Tezet-CAD optimiert die Zusammenarbeit zwischen Konstruktion und dem Bediener der Biegemaschine.
(Bild: Tezet Technik)

Die Konstruktion gibt Arbeiten vor, die von einer vorhandenen Biegemaschine nicht immer erfüllt werden können: dies ist die Ausgangssituation, aus der die Tezet-CAD-Software die Zusammenarbeit zwischen Konstruktion und Biegern optimiert. Oftmals sind die Werkzeuge, mit denen gebogen werden sollte, um das vorgegebene Teil in die richtige Form zu bekommen, nicht vorhanden, sodass die gebogenen Rohre anders aus der Maschine herauskommen als vorgegeben. Die Konstruktionsabteilung hat in den meisten Fällen entweder keine Unterlagen über die werkzeugbedingten Möglichkeiten der Biegemaschine oder sie kümmert sich nicht darum.

Ein Produkt kann nur perfekt gebogen werden, wenn beide Partner zusammenarbeiten. Die Konstruktion kann andere Wege finden, die Biegemaschine ist auf ihre Werkzeuge angewiesen, die sich beispielsweise auf Biegeradien, Rohrdurchmesser, Wandstärke und auch die kürzeste gerade Strecke beziehen.

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Fehlende digitale Datenübertragung schafft ungenaue Prototypen

Wenn es keine digitale Übertragung gibt, müssen die Biegemaschinen-Bediener heute noch die angegebenen x-, y-, z-Daten sozusagen teilweise „zu Fuß“ in biegekonforme Daten umrechnen, um die Prototypen biegen zu können. Das Resultat ist dann leider nicht nur manches Mal, sondern aufgrund der widriger Umstände oftmals inakzeptabel – zumal wenn die gebogenen Rohre auf eine 1:1-Auflagezeichnung, auch Biegeaufriss genannt, gelegt werden und die Passkontrolle per Augenmaß durchläuft.

Mit einem modernen, heute geforderten, durchrationalisierten Prozessablauf hat dies nur wenig zu tun. Hier geht es nicht nur um die täglichen Schwierigkeiten, die viel Zeit und teures Material kosten, sondern auch darum, dass besonders die Augenmaßkontrolle weder nachvollziehbar noch kontrollierbar oder wiederholbar ist (Bild 2 – siehe Bildergalerie).

Das Ergebnis ist ein ungefähres, eine visuelle Toleranzschätzung, welche die Qualitätskontrolle nicht mehr akzeptieren kann. Denn die Messergebnisse müssen zuverlässig wiederholbar, vergleichbar, korrigierbar und dokumentierbar sein. Die Rohrspezialsoftware Tezet-CAD kennt kaum ein Problem, das nicht – bei Bedarf – innerhalb kürzester Frist gelöst wird. Sie hat weit über einhundert verschiedene Funktionen und ist an diverse Messgeräte und eine große Anzahl Biegemaschinen angebunden.

Teiledaten über Austauschformat problemlos einlesen

Um die Zusammenarbeit zwischen der Konstruktion und den „Biegern“ zu optimieren, hat die Tezet Technik AG ihre Software mit entsprechenden Funktionen ausgestattet (Bild 1). Mithilfe des international benutzten Iges-Formats kann die Konstruktionsabteilung zum Beispiel die Teiledaten in Tezet-CAD ohne Komplikationen einlesen und Zeichnungen der zu liefernden Teile anfertigen, inklusive Koordinatenangaben der x-, y-, z- und Biegedaten. Die Gefahr von Rechen- oder Tippfehlern wird dadurch von vornherein ausgeschaltet.

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