Robotik

Zweiarmige Roboter stehen für neue Anwendungen bereit

| Autor / Redakteur: Rüdiger Kroh / Rüdiger Kroh

Matthias Krinke, Geschäftsführer der Pi4 Robotics GmbH, mit dem humanoiden workerbot: „Die zweiarmigen Roboter werden die Zukunft bestimmen.”
Matthias Krinke, Geschäftsführer der Pi4 Robotics GmbH, mit dem humanoiden workerbot: „Die zweiarmigen Roboter werden die Zukunft bestimmen.” (Bild: Pi4 Robotics)

Können Roboter mit zwei Armen mehr als ihre schon lange bekannten sechsachsigen Kollegen? Die Meinungen der Roboterhersteller gehen bei der Einschätzung auseinander. Die auf dem Markt befindlichen Doppelarmroboter sind noch nicht weit verbreitet, die Anbieter rechnen aber mit deutlichen Zuwächsen.

Unter den Meilensteinen aus 60 Jahren Industrierobotik, einer Broschüre der International Federation of Robotics (IFR), sucht man zweiarmige Roboter vergebens. Vielleicht auch deshalb, weil sie stückzahlmäßig bislang kaum eine Rolle spielen. Seit der ersten Installation im Jahr 1961 wurden weltweit laut IFR mehr als 2,3 Mio. Roboter verkauft. Doppelarmausführungen kommen gerade mal auf eine vierstellige Zahl.

Doppelarmroboter bietet hohe Flexibilität bei geringerem Platzbedarf

2007 hat Yaskawa seine SDA-Serie in den Markt eingeführt und ist damit Vorreiter bei Zweiarmrobotern. „Mittlerweile bieten wir drei verschiedene Modelle mit 5, 10 und 20 kg Traglast je Arm an”, erklärt Alexander Steiger, Manager Sales General Industry Robots & Products bei der Yaskawa Europe GmbH, Robotics Division. „Weltweit sind davon beinahe 1000 im Einsatz.”

Doch bei dem japanischen Unternehmen setzt man auf die Modelle mit zwei Armen. „Auf der vergangenen Automatica hat sich gezeigt, dass wir mit unserer Dual-Arm-Serie den Robotermarkt neu definiert haben”, urteilt Steiger. „Viele Kunden schätzen bereits die hohe Flexibilität bei geringerem Platzbedarf, etwa beim Beladen von Werkzeugmaschinen. In der Kombination mit dem zweiten Arm und einer Körperachse kommen die SDA-Roboter auf 15 Achsen, mit denen menschenähnliche Bewegungen ermöglicht werden, was bis dato auf dem Markt der Industrierobotik einmalig ist und ganz neue Möglichkeiten eröffnet.” Die Wirtschaftlichkeit müsse dann im Umfeld eines solchen Roboters generiert werden, zum Beispiel durch Einsparungen an Vorrichtungen oder Flexibilität.

Ehrgeizige Wachstumszielefür Doppelarmroboter

Entsprechend sind die Wachstumsziele, die Manfred Stern, Geschäftsführer der Yaskawa Europe GmbH, auf der Automatica formulierte: „Wir wollen den Absatz unserer Doppelarmroboter in Europa von derzeit weniger als 500 Stück kurzfristig verdoppeln.” Denn nach einer längeren Anlaufzeit sind die Zweiarmroboter jetzt erst dabei, Fuß zu fassen. „Wir haben seit Jahren ein erprobtes Robotermodell auf dem Markt, doch wir sehen nun erst den Erfolg in Form realisierter Anwendungen”, bestätigt Alexander Steiger. „Und wir sind überrascht, mit welcher Kreativität unsere Kunden Anwendungen für Dual-Arm-Roboter entwickeln.”

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