Wema Vogtland Zweispindlige Bearbeitung gewinnt eine neue Qualität

Redakteur: Dietmar Kuhn

Bearbeitungszentren zeichnen sich durch eine hohe Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig größter Flexibilität aus. Trotz des Trends zu Kompaktmaschinen erfordern diese Fertigungseinrichtungen teilweise beachtliche Aufstellflächen. An dieser Stelle bieten nun doppelspindlige Bearbeitungszentren ungeahnte Möglichkeiten.

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Die Werkstückseite des doppelspindligen Bearbeitungszentrums kann kompromisslos an die Kundenwünsche angepasst werden.
Die Werkstückseite des doppelspindligen Bearbeitungszentrums kann kompromisslos an die Kundenwünsche angepasst werden.
( Archiv: Vogel Business Media )

Doppelspindlige Bearbeitungszentren vereinigen die Leistungsfähigkeit von zwei Einzelmaschinen in einer äußerst kompakten Fertigungseinheit. Bereits seit vielen Jahren baut die Wema Vogtland GmbH in Plauen derartige Bearbeitungszentren in individueller, kundenspezifischer Ausstattung. Bei der HPC FLEX-V200 sind beispielsweise alle Zustellbewegungen dem Werkzeug zugeordnet, wobei die Werkstückseite kompromisslos auf den jeweiligen Kundenanspruch zugeschnitten werden kann.

In Kombination mit A- und B-Achsen sind Vier- und Fünf-Seiten-Bearbeitungen möglich. Die beiden Spindelstockpinolen werden separat angetrieben und verfahren. Damit lassen sich die Maßkorrekturen und Längenkompensationen der unterschiedlichen Werkzeuge in der Z-Achse sehr einfach und komfortabel über die Maschinensteuerung durchführen.

Programmierbar variabler Spindelmittenabstand bei HPC FLEX-V200i

Auf Basis dieser überaus erfolgreichen Maschine wurde nun mit der HPC FLEX-V200i eine innovative Maschinenvariante entwickelt, die auch einen programmierbar variablen Spindelmittenabstand bietet. Die konstruktive Maschinenkonzeption ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Denn nicht nur die Spindelstockpinolen werden separat verfahren, sondern auch die Quer- und die Vertikalverschiebungen erfolgen autark. Beide Frässpindeln lassen sich also unabhängig dreidimensional bewegen. Alle Achskorrekturen können dadurch immer einer Spindel zugeordnet werden. Dies steigert die erreichbaren Bearbeitungsgenauigkeiten sowie die Einsatzmöglichkeiten dieser Hochleistungsmaschine. Insbesondere auch Teile mit größeren Abmessungen und hoher Komplexität können auf dieser neuen Maschine wirtschaftlich bearbeitet werden.

Starkes Interesse im Automotive-Bereich

Um auch den unterschiedlichsten Bearbeitungswerkstoffen, wie beispielsweise Aluminium, Magnesium oder Stahl, gerecht zu werden, können Frässpindeln mit entsprechenden Leistungsmerkmalen eingesetzt werden. Die Spindelgröße entspricht dabei der Werkzeugaufnahmegröße HSK 63 oder HSK 80 nach DIN 69893. Die Spindeldrehzahl von maximal 18000 min-1 und das Spindeldrehmoment von 120 Nm ermöglichen sehr beachtliche Zerspanungsleistungen.

Diese Entwicklung ist bei den Wema-Kunden auf großes Interesse gestoßen. Speziell bei den Automobilbauern und deren Zulieferern wurde damit die Möglichkeit geschaffen, komplexeste Teile hochflexibel und produktiv zu bearbeiten. Auf aktuelle Stückzahlveränderungen kann stets reagiert werden.

Die zwischenzeitlich vorliegenden Einsatzerfahrungen bei den Kunden bestätigen ausnahmslos die Vorteile dieses Maschinenkonzeptes hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Flexibilität.

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