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Weißblech

Die Dosenköche – Wissenswertes über die Weißblechdose

 

01.04.2010 | Autor: Dietmar Kuhn

 

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Die Haltbarmachung von Lebensmitteln geht bereits auf den Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Damals entwickelte der Franzose Nicolas Francois im Auftrag von Napoleon eine Konservierungsmethode mit Glasgefäßen. Im April 1810 ließ sich der englische Kaufmann Peter Durand ein Patent erteilen, nach dem die Methode des Einkochens in Weißblechverpackungen – die Geburtsstunde der Lebensmitteldose – möglich war.


Weißblechdosen sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bild: Die Dosenköche
Weißblechdosen sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bild: Die Dosenköche
Die Lebensmitteldose besteht aus besonders dünnem Weißblech, das mit Zinn veredelt und innenseitig mit einer hochelastischen Kunststoffschicht versehen ist. Bis die Dose ihre bekannte Form erreicht, müssen einige Verarbeitungsschritte durchgeführt werden.

Lebensmitteldosen meist aus Weißblech

Meist ist es Weißblech, aus der die Lebensmitteldose besteht. Ausgangsstoff für die Herstellung von Weißblech ist aus Recyclingprozessen gewonnener Stahl, ausgerollt zu einem 2 bis 3 mm dicken, warmgewalzten Stahlband. Durch Kaltwalzen verringert sich seine Dicke um etwa 90%.

Das Material verfestigt sich damit so stark, dass eine Verformung zu Dosen in diesem Zustand nicht möglich ist. Mit Hilfe des sogenannten rekristallisierenden Glühens wird die Kaltverfestigung reduziert und die notwendige Verformbarkeit wieder hergestellt – ansonsten wäre das Material zu hart und spröde, um weiterverarbeitet zu werden.

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Nach diesem Glühen wiederum erfolgt ein trockenes Nachwalzen, um dem Metall die für die spätere Formung erforderliche Flexibilität zu verleihen. Das Blech hat nun eine Dicke von 0,12 bis 0,49 mm.


Ergänzendes zum Thema

 + ABC des Dosenvokabulars

Autoklav Druckbehälter, der Lebensmittel durch Druckbehandlung haltbar macht ...

Veredelung mit Zinn oder Chrom macht Stahlblech zum Weißblech

Erst durch elektrolytische Veredelung mit Zinn (beziehungsweise Chrom) wird das Stahlblech zu Weißblech und somit vor Korrosion geschützt. Durch das anschließende Erwärmen des Bandes über den Zinnschmelzpunkt von 232 °C und das Abschrecken im Wasserbad wird der brillante Glanz des Weißblechs erzielt.

Weißblechdosen gibt es für die unterschiedlichsten Bedürfnisse in allen möglichen Größen – für Singles ebenso wie für Familien und in verschiedenen Formen. In der Praxis unterscheidet man zwischen zwei- und dreiteiligen Dosen. Die zweiteilige Dose ist eine sogenannte tiefgezogene Dose. Rumpf und Boden bestehen aus einem Stück, nur der Deckel wird noch zusätzlich aufgesetzt.

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Redakteur/Autor: Dietmar Kuhn
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