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Es muss deshalb bei der Nassbearbeitung mit Kühlschmierstoffemulsionen unbedingt vermieden werden, dass sich in der Anlage kritische Konzentrationen von Wasserstoff bilden. Ein weiteres Problem ist die Belastung der Emulsion durch den Eintrag von gelösten Magnesium-Ionen. Sie bewirken, dass die Wasserhärte stark ansteigt, was die Emulsion aufspaltet und unbrauchbar macht.
Magnesium verursacht hohen Aufwand bei Reinigung und Wartung
Ein gravierendes Problem stellt außerdem der Abrieb dar, durch den sich bei der Verwendung üblicher wassermischbarer Kühlschmierstoffe störende Ablagerungen auf den Werkzeugen und in der Maschine bilden. Dies verursacht einen sehr hohen Aufwand für Reinigung und Wartung.
Die Problematik hoher Ablagerungen betraf auch das Automobilzulieferunternehmen Kaiser, das seit über 25 Jahren auf die Zerspanung und Beschichtung von Metallbauteilen spezialisiert ist. Zu den Schwerpunkten gehört die Serienfertigung von Bremsscheiben und -trommeln sowie Kupplungs- und Getriebegehäusen aus Guss, Stahl, Aluminium und — mit stark wachsender Tendenz — aus Magnesium. Die automatisierte Magnesium-Teilefertigung mit über 60 verketteten Maschinen wurde im Jahr 2003 installiert.
Magnesium-Zerspanung im Hochleistungsbereich
Die Zerspanung findet im Hochleistungsbereich statt und erreicht Drehzahlen bis zu 16000 min—1. Um die Brand- und Explosionsgefahr auszuschließen, sind die Bearbeitungszentren entsprechend den Anforderungen der Berufsgenossenschaft mit modernsten Abluftanlagen und Maschinen-Brandschutzeinrichtungen ausgestattet.
Die Späne werden in eine große Presse abgeführt, wo sie verfestigt und damit unschädlich gemacht werden. In puncto Betriebssicherheit erreicht die Fertigung den höchstmöglichen technischen Standard.
Was ursprünglich jedoch schwer zu schaffen gemacht hat, waren die millimeterdicken Kalkablagerungen. Maschinen, Werkzeuge, Pumpen, Leitungen, Spaltsiebe – alles musste permanent gereinigt werden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Der Aufwand war immens, das Wartungsteam ist oft kaum nachgekommen.
Verschleiß der Werkzeuge wurde reduziert
Ende des Jahres 2005 entschied sich Kaiser, die Anlagen mit einem neuen Kühlschmierstoff (KSS) von Henkel zu befüllen (siehe Bilder). Man hatte erfahren, dass Henkel mit der Reihe Multan bereits in der Aluminiumbearbeitung bemerkenswerte Erfolge erzielte.
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