Homeoffice lautet das Gebot der Stunde. Doch nicht in allen Berufen ist das eine Option – und bei den Gruppen, die „vor Ort“ ihren Dienst tun müssen, macht sich Angst breit. Davon ist auch die produzierende Industrie betroffen.
Für die Mitarbeitergesundheit ist das korrekte Anlegen von persönlicher Schutzausrüstung in der Produktion heute ebenso zentral wie für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs.
(Bild: Halfpoint/shutterstock.com)
In Fertigung und Produktion sorgt sich fast jeder Dritte um die eigene Gesundheit am Arbeitsplatz, so eine Befragung des Portals Lohnspiegel vom Januar 2021. Doch wer Angst hat, arbeitet bekanntlich nur mit halber Kraft – und das in einer Zeit, in der Flexibilität und Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern wichtiger denn je sind.
Unternehmer stehen also vor der Herausforderung, nicht nur immer neue Hygienevorschriften umzusetzen: Sie müssen darüber hinaus kluge Lösungen für den Arbeitsplatz suchen. Klug heißt dabei vor allem, dass diese Lösungen das Vertrauen der Belegschaft in den Arbeitgeber stärken sowie für Sicherheit und Stabilität im Job sorgen.
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Hilfe bietet eine neue Software-Kategorie für Vernetzung von Industrie-Arbeitern. Ursprünglich für die schnelle und zuverlässige Umsetzung von Standard Operating Procedures (SOPs) konzipiert, unterstützen sie in der aktuellen Krise auch speziell den Arbeitsschutz.
Flexibilität war für Unternehmen schon vor der Pandemie eine Schlüsselkompetenz. Jetzt ist sie täglich gefordert wie nie. Das zeigt sich schon an den sich ständig ändernden Vorschriften und Hygieneregeln, wie etwa der Maskenpflicht. Erst im November letzten Jahres verpflichtend eingeführt, wurde sie jetzt weiter konkretisiert, so dass nur noch FFP2- oder medizinische Masken zulässig sind. Solche Veränderungen zu kommunizieren erfordert in der Regel viel Aufwand, wenn dies über Plakatierung, Schwarzes Brett oder Handzettel geschieht.
Ein direkterer Weg führt da über die Vernetzung der Belegschaft mit mobilen Endgeräten – im Normalfall Smartphone oder Tablet, aber auch über Datenbrille oder Augmented Reality Devices. Die Endgeräte sind via App mit einer Plattform für vernetztes Arbeiten wie beispielsweise Parsable verknüpft, in die Verantwortliche die Neuregelungen zentral eingeben. Ohne dass die Hilfe der IT benötigt würde, lassen sie sich in Arbeitsanweisungen und SOPs integrieren. Durch Kontrollfragen bestätigen die Mitarbeitenden dann vor Beginn ihrer Arbeit, dass sie alle nötigen Schutzmaßnahmen getroffen haben. Auch zwischendurch sind Erinnerungen und Checks möglich. Die App übernimmt also tagesaktuell die konsistente Verhaltensschulung am Arbeitsplatz und stärkt zugleich das verantwortungsvolle Handeln aller.
Wie in Sachen Hygiene nehmen Apps die Mitarbeitenden auch bei anderen kurzfristigen Veränderungen an die Hand. Müssen sie beispielsweise für Kollegen einspringen, erhalten sie per App eine Einweisung direkt „on the job“. Dabei helfen Video-Tutorials, Augmented Reality oder wasserdichte Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit interaktiven Checklisten und der Möglichkeit, jederzeit per Telefon oder Textnachricht um Rat zu fragen. Allzu viele Worte sind dabei nicht nötig – oft reichen ein Foto oder eine Videobotschaft.
Das lohnt sich in doppelter Hinsicht: Zum einen wächst durch die mobile Unterstützung das Gefühl, bei Belastungen nicht alleingelassen zu werden. Und auch nach der Pandemie können neue und vorhandene Arbeitskräfte auf diese Weise schneller qualifiziert und eingewiesen werden. Neben technischem und operativem Know-how steigen so auch Soft Skills wie Eigenverantwortung, Zusammenarbeit und Problemlösung. Langfristig erhöhen Unternehmen damit ihre Agilität und Zukunftsfähigkeit.
Seit vielen Monaten ist ein mindestens 1,5 m großer Sicherheitsabstand zwischen den Beschäftigten die Norm. Doch mittlerweile ist klar, dass es mehr braucht als ein paar Bodenmarkierungen, um den Arbeitsschutz im Alltag zu ermöglichen. Beispiel Schichtwechsel: Damit der Infekt nicht zwischen den Gruppen weitergereicht wird und schlimmstenfalls die ganze Produktion stilllegt, sollten Übergaben kontaktlos erfolgen. Das klingt in der Theorie recht einfach, muss doch die erste Schicht nur zeitig genug das Gebäude verlassen, bevor die zweite startet. In der Praxis wirft das aber Schwierigkeiten auf, weil der persönliche Austausch der Schichtleiter an Dashboard oder Whiteboard nicht mehr möglich ist. Änderungen im Produktionsplan, Störungen an einer Maschine oder andere Probleme bleiben so leicht auf der Strecke.
Für einen nahtlosen Informationsfluss sorgt in diesem Fall eine Connected-Worker-Plattform. Innerhalb kurzer Zeit etabliert, fragt sie die nötigen Informationen über standardisierte Checklisten und Kontrollfragen ab und vernetzt alle, die davon wissen müssen – unter Einhaltung der gebotenen Hygieneregeln. Durch zusätzliche Videos, Fotos oder Textnachrichten angereichert entsteht ein aktuelles Bild des Status quo.
Stand: 08.12.2025
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Nähe trotz Distanz und bei Verdacht: Action!
Bei Zugangskontrolle und Werksschutz leisten Apps für vernetztes Arbeiten ebenfalls wichtig Dienste. So lassen sich neue Zugangsregeln für Kunden, Partner, Lieferanten schneller, diskreter und zuverlässiger per Tablet durchsetzen. Indem sie einen digitalen Fragebogen zu ihrem Kontakt mit infizierten Personen, dem Aufenthalt in Risikogebieten oder eigener Symptomatik beantworten, werden Besucher auf ihr Expositionsrisiko hin überprüft. Werfen Antworten Zweifel auf, erhalten die EHS-Verantwortlichen in Echtzeit eine Warnmeldung. Sie können dadurch ohne Verzögerung die notwendigen Maßnahmen einleiten und Schaden von Belegschaft und Betrieb abwenden.
Die Belastung für Arbeitnehmer, die nicht vom Homeoffice aus arbeiten können, sind in der Pandemie zweifellos hoch. Mithilfe einfacher und schnell implementierbarer Technologien können Arbeitgeber ihnen jedoch ein erhöhtes Maß an Sicherheit und Stabilität bieten. Auch die Kommunikation und Zusammenarbeit lässt sich über mobile Apps am Arbeitsplatz so natürlich und persönlich wie nur möglich gestalten.