Veränderungen Aluminium Deutschland richtet sich personell und strategisch neu aus

Quelle: Aluminium Deutschland 2 min Lesedauer

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Der Verband wird seine politischen Interessen jetzt eigenständig in Berlin vertreten und seine Präsenz ausbauen. Und an der Spitze steht seit 1. September Angelika El-Noshokaty, die Marius Baader ablöst.

Beim Verband Aluminium Deutschland mahlen die Veränderungsmühlen. Zum einen wandert man nach Berlin und will eigenständig agieren. Zum anderen ist seit Anfang September Angelika El-Noshokaty neue Geschäftsführerin, die viel Expertise für die Neuausrichtung mitbringt ...(Bild:  Aluminium Deutschland)
Beim Verband Aluminium Deutschland mahlen die Veränderungsmühlen. Zum einen wandert man nach Berlin und will eigenständig agieren. Zum anderen ist seit Anfang September Angelika El-Noshokaty neue Geschäftsführerin, die viel Expertise für die Neuausrichtung mitbringt ...
(Bild: Aluminium Deutschland)

Aluminium Deutschland ist, wie man sich denken kann, die lauteste Stimme der deutschen Aluminiumindustrie. Der Verband vertritt die Interessen von rund 150 Unternehmen mit über 61.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von knapp 25 Milliarden Euro. Aluminium ist nach Eisen und Stahl nicht zuletzt weltweit das am meisten genutzte Metall, wie der Verband betont.

Aluminium ist außerdem ein elementarer Schlüsselwerkstoff für die wirtschaftliche Transformation in Deutschland und Europa. Dennoch stehe die Branche, wie es weiter heißt, vor beispiellosen politischen Herausforderungen. „Es war deshalb zwingend notwendig, dass wir die Belange des Werkstoffs und seiner Unternehmen in Berlin künftig direkt und eigenständig vertreten“, merkt der Präsident, Rob van Gils, zu diesem Schritt an. Der Fokus werde dabei auf Schlüsselbereichen wie der Rohstoff- und Kreislaufwirtschaftspolitik, Energie-, Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik sowie auf der Handels- und Europapolitik liegen.

Aluminium Deutschland verlässt Wirtschaftsvereinigung Metalle

Die von den Mitgliedsunternehmen beschlossene grundlegende strategische Neupositionierung von Aluminium Deutschland beinhalte eben auch die Verlegung des Verbandssitzes von Düsseldorf in die Landeshauptstadt. Und bisher hatte man Teile der Interessenvertretung an die Wirtschaftsvereinigung Metalle delegiert, aus der der Verband aber nun zum Jahresende 2025 ausscheiden wird, wie man erfährt. Van Gils dazu: „Nach über einem Jahr intensiver Diskussion innerhalb unserer Mitgliedschaft wurde klar, dass für die deutsche Aluminiumindustrie der Fokus auf den eigenen Werkstoff gelegt werden muss – mit einer eigenen starken Stimme in Berlin und Brüssel!“ Der Neustart bringt, wie bereits erwähnt, auch personelle Veränderungen mit sich. Marius Baader, seit 2019 Geschäftsführer, verlässt den Verband auf eigenen Wunsch, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Seine Nachfolge trat Angelika El-Noshokaty am 1. September 2025 an. Sie kann auf 15 Jahre Erfahrung in der politischen Interessenvertretung zurückblicken. Nach Stationen im Deutschen Bundestag und in der politikstrategischen Beratung für Industrieunternehmen war sie zuletzt bei Novelis, einem führenden Hersteller von flachgewalzten Aluminiumprodukten und weltweit größtem Aluminiumrecycler, für die deutsche Interessenvertretung in Berlin zuständig. El-Noshokaty habe auch weitreichende Erfahrungen in der politischen Kommunikation und Kampagnenkonzeption.

Das macht Aluminium für die Zukunft so wichtig:

Wegen seiner einzigartigen Eigenschaften gilt Aluminium als Werkstoff des 21. Jahrhunderts und als Schlüsselmaterial für Dekarbonisierung, Ressourcenschonung und Energiewende. Wichtigste Absatzmärkte sind die Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie, Bauwesen und Maschinenbau, Elektrotechnik- und Elektronik, Klima- und Solartechnik sowie die Verpackungsindustrie. Kaum ein Bereich des täglichen Lebens oder der Technik kommt also ohne das Leichtmetall aus. Es ist folglich kein Zufall, dass die EU Aluminium als „Critical Raw Material“ und die Nato als „Defense Critical Metal“ eingestuft haben. Denn es ist für die strategische, geo- und sicherheitspolitische Unabhängigkeit Europas unerlässlich, heißt es weiter. Seine Langlebigkeit und die endlos verlustfreie Recycelbarkeit machten es zum Paradebeispiel für die Kreislaufwirtschaft. So werden beim Recycling von Aluminium 80 Prozent der Emissionen und 95 Prozent der Energie im Vergleich zur Primärproduktion eingespart.

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