Kostenfaktor Mensch mal anders Arbeitskräftemangel kostet deutschem Maschinenbau viel Umsatz

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Aktuell sind nur zwei von drei Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau in der Lage, die Mehrheit ihrer offenen Stellen für Fachkräfte zu besetzen. Das hat Folgen, sagt der VDMA ...

Der Arbeitskräftemangel kostet vielen deutschen Maschinenbauern Umsatz. Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, sagt: „Unsere Branche hat gut bezahlte, attraktive Jobs, aber Deutschlands Wohlstandsmaschine braucht einfach mehr Arbeitskräfte.“(Bild:  VDMA)
Der Arbeitskräftemangel kostet vielen deutschen Maschinenbauern Umsatz. Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, sagt: „Unsere Branche hat gut bezahlte, attraktive Jobs, aber Deutschlands Wohlstandsmaschine braucht einfach mehr Arbeitskräfte.“
(Bild: VDMA)

Jedes dritte Unternehmen hat laut Analyse nämlich dann logischerweise große Schwierigkeiten mit der Rekrutierung von Mitarbeitern. Das hat der VDMA in einer Umfrage mit gut 300 Teilnehmenden ermittelt. Ähnlich ist die Situation bei Auszubildenden. Auch dabei gibt jedes dritte Unternehmen an, höchstens die Hälfte der angebotenen Ausbildungsplätze tatsächlich auch besetzen zu können. Viele berichten sogar, fast keine oder gar keine Auszubildenden mehr zu finden. Am stärksten betroffen sind dabei kleine Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten, während große Firmen weniger Schwierigkeiten haben. Die Auswirkungen des Arbeitskräftemangels machen sich mittlerweile auch in der Umsatzentwicklung der Unternehmen bemerkbar. Knapp die Hälfte der Befragten verzeichnet Umsatzeinbußen aufgrund des Arbeitskräftemangels, wobei 27 Prozent Einbußen von bis zu 5 Prozent und weitere 20 Prozent noch höhere Verluste verzeichnen. Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, kommentiert: „Unsere Branche bietet gut bezahlte, attraktive Arbeitswelten, aber Deutschlands Wohlstandsmaschine braucht einfach mehr Arbeitskräfte. Unser Land sollte nicht riskieren, seine Stärke in den MINT-basierten Branchen zu verlieren.“

Der technische Fortschritt allein wird kaum ausreichen

Was Deutschland brauche, sei eine umfassende Realisierung aller Potenziale. Dabei gelte es etwa, ältere Beschäftigte länger im Unternehmen zu behalten, Fachkräfte aus dem Ausland neu zu gewinnen und die Jugend gezielt für technische Berufe und Studiengänge zu begeistern. Das will der VDMA auch mit der jüngst gestarteten Nachwuchskampagne unterstützen. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, setzen mit 72 Prozent die meisten VDMA-Mitgliedsunternehmen auf verstärkte Schulungs- und Weiterbildungsprogramme für ihre Beschäftigten. Mehrheitlich kleinere Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter nun auch nach dem Eintritt in die Rente weiterbeschäftigen. Insbesondere große Unternehmen würden verstärkt ihre Möglichkeiten zur Nutzung von Automation, Robotik und künstlicher Intelligenz ausloten, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Dabei wird das größte Potenzial für Automatisierung und den Einsatz von Robotik in den Unternehmensbereichen Produktion und Warenlager gesehen. Für KI wiederum in den Bereichen IT, Marketing und Public Relations. Allerdings gehen lediglich zwei Prozent der Befragten davon aus, dass der technologische Fortschritt zu einem Überangebot an Arbeitskräften führen wird. Rund die Hälfte erwarte eher, dass der technische Fortschritt mittelfristig nicht ausreichen werde, den Arbeitskräftemangel in den Griff zu bekommen. Besonders gesucht sind demnach Fachkräfte und auch Akademiker für die Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Konstruktion und IT.

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