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„Die sehr kurzen Rüstzeiten erzielen wir zum einen durch die integrierte, vollautomatische Schlitten-Positioniereinheit“, erklärt Dominic Ketzer. „Mit ihr lassen sich die Schlittenaggregate per Knopfdruck radial und linear exakt verstellen und positionieren. Nach dem ersten Einrichten speichern wir die Schlittenpositionen einfach im Werkzeugprogramm ab. Bei einem erneuten Aufruf werden diese dann zu 100 % reproduziert wiederhergestellt. Die Positioniereinheit ordnet die Schlittenaggregate zudem den unterschiedlichen Aggregatstypen der RM-Maschinen zu.“ Zum anderen sind die Schlittenaggregate und die Presse mit Schnellwechselvorrichtungen für die Werkzeuge ausgestattet. Auch das vormals zeitintensive Setup des mechanischen Materialeinzugs lässt sich jetzt mit dem Servovorschub RZV 2 in wenigen Minuten realisieren. Auch hinsichtlich der Produktqualität punktet JPF mit der leistungsstarken Maschine. Durch die Servoantriebe wird das Material an jeder Station mit der für die jeweilige Anwendung optimalen Geschwindigkeit bearbeitet. „Das erhöht die Prozesssicherheit und die Standzeiten unserer Werkzeuge erheblich.“
Die Steuerung unterstützt den Bediener
Zur Effizienzsteigerung trägt neben den technischen Finessen auch die Bihler-eigene Maschinen- und Prozesssteuerung bei. Die VC 1 vereinfacht die Programmierung, die Bedienung und die Störungsbehebung deutlich. Ein Highlight der Steuerung ist das Online-Diagnose und Hilfesystem Bassist. „Es unterstützt unseren Maschinenbediener perfekt bei seiner Arbeit mit Hilfefunktionen wie Videoclips, Info-Texten, Betriebsanleitungen, Bilder und Grafiken“, erläutert Andreas Ketzer. „Diese kann er selbst bei laufender Maschine aufrufen. Gelb und blau markierte Felder auf dem Maschinengrundbild leiten ihn direkt zu den Dokumentationen der Maschinenelemente. Individuelle Hotspots für schnelle Funktionsverknüpfungen können wir auch selbst implementieren. In ganz speziellen Fällen ermöglicht zusätzlich die integrierte, sichere Fernwartungslösung sehr kurze Reaktionszeiten und professionelle Hilfe vom Bihler-Hotline-Team.“
Inzwischen konnten mehrere Neuaufträge verbucht werden, bei denen die neuen Möglichkeiten sicherlich mit der Grund für eine Kundenbeauftragung waren. So befindet sich inzwischen ein zweites Projekt in der Serienfertigung – und dies gerade einmal gut vier Monate nach Inbetriebnahme der neuen Anlage. Ein drittes Werkzeug steht kurz vor der Erstbemusterung. „In Zukunft planen wir, die Bihler-Servotechnologie intensiv und zügig weiter auszubauen“, resümiert Dominic Ketzer. „Sie wird unser Produktportfolio aus der Sicht unserer Kunden erweitern. Gleichzeitig können wir dadurch frei werdende Kapazitäten auf den konventionellen Anlagen mit solchen Produkten neu belegen, welche zwar die Stanzbiege-Technologie der Bihler-Automaten benötigen, jedoch technologisch und wirtschaftlich anderen Kriterien geschuldet sind. Das alles lässt uns sehr positiv in die Zukunft blicken.“
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