Doch abgesackt! Auftragseingänge für Industrie lassen auf sich warten

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Wie Experten sagen, ist für die (auch durch die aggressive US-Zollpolitik) unter Druck stehende deutsche Industrie die Lage bedenklich.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat sich mal angeschaut, was die wirtschaftliche Lage so macht. Demnach war der Februar nicht so prickelnd, wie erwartet. Immerhin können sich der allgemeine Fahrzeugbau und die Autoindstrie über ein Auftragsplus freuen ...(Bild:  B. Ullerstein)
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat sich mal angeschaut, was die wirtschaftliche Lage so macht. Demnach war der Februar nicht so prickelnd, wie erwartet. Immerhin können sich der allgemeine Fahrzeugbau und die Autoindstrie über ein Auftragsplus freuen ...
(Bild: B. Ullerstein)

Im Februar ist der von den Destatis-Analysten erwartete Anstieg des Auftragseingangs um 3,4 Prozent im Monatsvergleich ausgeblieben. Allerdings war der Auftragsrückgang zu Beginn des Jahres nicht so stark gefallen, wie zunächst verkündet. Denn im Januar waren die Bestellungen in den Industriebetrieben im Monatsvergleich laut revidierten Daten nur um 5,5 Prozent gesunken, wobei das Bundesamt zuvor noch einen Rückgang um sieben Prozent befürchtete. Die Abweichung zum vorläufigen Ergebnis sei auf Nachmeldungen in den Bereichen Metallerzeugung und -bearbeitung, Maschinenbau und Automobilindustrie zurückzuführen. Im Jahresvergleich sanken die Aufträge im Februar um 0,2 Prozent. Die Analysten hatten in diesem Zeitfenster aber mit einem Anstieg um 1,5 Prozent gerechnet.

Wackelige Stimmung in der Industrie

Im Gegensatz zu den Vormonaten spielte die Entwicklung der schwankungsanfälligen Großaufträge im Februar eine vergleichsweise kleine Rolle, wie es dazu heißt. Ohne die Großaufträge wäre der Auftragseingang im Februar um 0,2 Prozent gesunken. In den Monaten zuvor hätten diese Großaufträge die Auftragsdaten aber auch mehrfach deutlich verzerrt. Die Nachfrage im verarbeitenden Gewerbe blieb in der Tendenz abwärtsgerichtet, auch wenn sich zuletzt eine Stabilisierung erblicken lässt. Das sei vor allem der gesunkenen Unsicherheit über die wirtschafts- und finanzpolitischen Rahmenbedingen geschuldet. Dem stünden aber nun Risiken durch die gegenwärtige US-Handelspolitik entgegen. Der Blick auf die Zeit von Dezember bis Ende Februar offenbart ein Auftragsminus von 1,6 Prozent. Das ist alles andere als eine Trendwende. Die Experten reden von einer Art Bodenbildung im Lauf einer langen Talfahrt.

Freude gibt es vor allem im Fahrzeugbau

Im Februar wurde der Auftragseingang aber immerhin durch Bestellungen aus dem Ausland gestützt. Die Auslandsaufträge stiegen laut Destatis dabei um 0,8 Prozent. Die Aufträge aus Ländern außerhalb der Eurozone legten sogar um 3,4 Prozent zu. Das Inland bescherte allerdings ein Minus von 1,2 Prozent. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes gab es im Februar starke Unterschiede in den einzelnen Bereichen. Weniger Aufträge gab es bei Metallerzeugnissen, elektrischer Ausrüstung und im Pharmabereich. Über mehr Bestellungen freuten sich der Maschinenbau sowie der allgemeine Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) und sogar die Automobilindustrie.

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