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Die drehbare Oberwange stellt über eine einfache Drehung einen zweiten Werkzeugsatz und eine veränderte Geometrie zur Verfügung – das spart Rüstzeiten. Die dritte Option ist eine zunächst unspektakuläre, aber für Werkstätten doch äußerst wichtige Besonderheit bei Schröder-Schwenkbiegemaschinen: Mit schwenkbarer Steuerungskonsole, den nötigen Sicherheitsmechanismen und einem zweiten Fußschalter kann die Maschine auch von vorne bedient werden. Sich wie bei einer Handabkantbank vor die Maschine zu stellen, erscheint bei motorischen Schwenkbiegemaschinen zunächst ungewöhnlich, aber gerade bei einem Anwender wie Wölfel ist das sogar die üblichere Arbeitsweise. Der Grund: Die Bleche für schmale Profile, wie sie beim Aufzugkabinenausbau extrem häufig sind, lassen von vorne wesentlich komfortabler anschlagen.
Flexibilität ist wichtig
Aufzugdesign ist ein Geschäft der individuellen Lösungen. Die Vielzahl von Varianten bei Kabinenmaßen, Bedienfeld, Beleuchtung und Materialwahl machen die Kabinen zu Einzelstücken und die Umfassungszargen unterscheiden sich in Design oder Maßen teilweise von Stockwerk zu Stockwerk.
Aufzughersteller und Architekt sagen dem Wölfel-Team, was sie brauchen und dann kommen die Kabinendesigner für das Aufmaß auf die Baustelle. Auf Basis von Maßen, Design- und Materialvorgaben werden dann individuelle Zuschnitte und Biegeprogramme direkt in der Werkstatt und an der Maschine programmiert. Dazu nutzt man bei Wölfel die Steuerung POS 2000 Professional. Diese wird in der Schröder-eigenen Softwareabteilung entwickelt und ist daher perfekt auf die Maschinen abgestimmt. Mit motorischer Biegewangenverstellung, Biegemittelpunktverstellung und Bombierung passt sich die Maschine automatisch an die Eigenschaften des Blechs an, weil wichtige Daten wie Rückfederungskoeffizienten von Edelstahlblechen bereits hinterlegt sind.
„Wir hatten die grafische Steuerung POS 2000 Professional schon bei der SPB sehr geschätzt, eines allerdings nicht bedacht: Die 15 Jahre hatten das Entwicklerteam für ganz entscheidende Weiterentwicklungen genutzt – es gibt deutlich mehr Möglichkeiten, die Arbeitsweise ist anders“, berichtet Reiner Maier. „Deshalb wurden mein Kollege und ich erst mal mit einer Schulung auf den neuesten Stand gebracht. Wir müssen in der Werkstatt ja praktisch jedes einzelne Blech aus dem Aufmaß heraus individuell programmieren. Beim aktuell sehr hohen Auftragsvolumen müssen wir das zudem sehr schnell und möglichst fehlerfrei schaffen. Und das ist wirklich klasse bei Schröder: Wenn danach in der Praxis noch Fragen auftauchen, wird immer sehr schnell geholfen.“
Bedienkomfort wird groß geschrieben
An der Power Bend Professional wird sehr individuell gefertigt, Werkzeugwechsel fallen relativ häufig an. Die drehbare Oberwange gibt hier zusätzliche Flexibilität durch die Nutzung zweier unterschiedlicher Werkzeugstationen. Doch das Werkstattteam bei Wölfel freut sich auch über eine weitere Modernisierung: Die neue hydraulische Werkzeugklemmung erleichtert Rüstwechsel ungemein und verkürzt Unterbrechungen der Fertigung.
Rund 2 t Blech – Baustahl und Edelstahl, Aluminium, aber auch spiegelpolierter Edelstahl oder Messing für die goldglänzenden Aufzugtüren in einem Nobelhotel – werden bei Wölfel pro Woche unter anderem zu Fahrstuhlkabinen oder Zargen verarbeitet. Durch ihre moderne Fertigung kann Wölfel Aufträge vom Aufmaß, über Planung und Fertigung bis hin zur Montage sehr zügig ausführen. Und nicht zuletzt durch die Flexibilität der Power Bend Professional kann jederzeit schnell Ersatz produziert werden, wenn Oberflächen trotz Schutzfolien beim Transport oder auf der Baustelle gelitten haben oder bauliche Veränderungen noch Maßänderungen erfordern. Mit der komfortablen Programmierung und dem schnellen Werkzeugwechsel an seiner neuen Lieblingsmaschine kann man Reiner Maier mit einem Eilauftrag nicht mehr stressen. Die Abteilung Aufzugdesign bei Wölfel hat Luft nach oben.
Schröder auf der Blechexpo 2017: Halle 1, Stand 1709
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