Bei Abkantmaschinen kann der Rüstprozess richtig viel Zeit kosten. Auch die Werkzeuge sind für den Bediener nicht unbedingt leicht zu schleppen. Je kleiner die Losgrößen sind und je häufiger gerüstet werden muss, umso mehr hilft eine Abkantpresse mit automatischem Werkzeugwechsler.
Auf der Amada-Abkantpresse HD 1003 ATC können die Mitarbeiter bei Dreeskornfeld rüstintensive Teile besonders schnell fertigen.
(Bild: Itasse)
Bei Dreko läuft’s bestens: Erst 2014 erweiterte die Heinz Dreeskornfeld GmbH & Co. KG ihre Fertigungsfläche mit einer neuen Halle um 3500 m². Insgesamt 5 Mio. Euro investierte der Bielefelder Blechspezialist in Fertigungshalle, Lager und drei neue Laserschneidanlagen. Und immer noch sind die Biegeteile des Unternehmens so gefragt, dass man seit Kurzem dafür eine zweite Schicht fährt. Zuvor kamen die Mitarbeiter mit Überstunden und Samstagsarbeit nicht mehr hinterher. Insgesamt verarbeiten die 90 Mitarbeiter und zwei Auszubildenden bei Dreko 60 t Stahl pro Tag, das Rohmateriallager fasst 2000 t Blech.
Die Abnehmerbranchen für die Teile aus Stahl, Edelstahl oder Aluminium sind breit gefächert: „Wir haben sehr viel Landmaschinentechnik, auch viel Fahrzeugbau, Maschinen- und Anlagenbau oder Lagerlogistik sind auch dabei“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Marcus Dreeskornfeld, der das Unternehmen gemeinsam mit seiner Schwester Christine gleichberechtigt leitet. Dabei traut sich das Unternehmen auch an große und dicke Bleche: „Wir können bis 4 m Länge abkanten und lasern, auch wenn das eher die Ausnahme ist“, sagt der Geschäftsführer. Eine weitere Besonderheit sind die zwei verbundenen Stopa-Lager in der neuen Halle mit automatischer Ein- und Auslagerung für die bis zu 4 m langen Bleche.
Automatischer Werkzeugwechsler fasst bis zu 15 Stempel und 18 Matrizen
In den Dreko-Fertigungshallen fallen die Amada-Maschinen als rote Farbtupfer schnell ins Auge. Denn eigentlich setzt Markus Dreeskornfeld in erster Linie auf einen anderen Maschinenanbieter, sowohl beim Lasern als auch beim Biegen. Doch mit zweien seiner Innovationen gelang es dem japanischen Hersteller, auch einen treuen Wettbewerbskunden von den Vorteilen seiner neuen Maschinen zu überzeugen. „Wir hatten vor 20, 25 Jahren mal losen Kontakt, der dann aber eingeschlafen ist“, berichtet der Geschäftsführer. „Eines Tages kam aber Andreas Leichtfuß von Amada mit dem Biegeroboter, den hatte der Wettbewerb in dieser Form nicht. Da spricht man dann gerne miteinander.“
Neben dem Astro-Biegeroboter findet sich aus diesem Grund bei Dreko auch noch eine Abkantpresse HD 1003 ATC. Sie hat eine Presskraft von 1000 kN, einen 3110 mm langen Pressbalken und einen Hub von 250 mm. Die Zustellgeschwindigkeit liegt bei 220 mm/s, die Arbeitsgeschwindigkeit bei 20 mm/s und die Rücklaufgeschwindigkeit bei 250 mm/s. Die Maschine verfügt über insgesamt neun gesteuerte Achsen. Der besondere Clou an dieser Abkantmaschine ist aber der automatische Werkzeugwechsel. Bis zu 15 Oberwerkzeuge und 18 Matrizen kann das Magazin aufnehmen, vier Manipulatoren rüsten die Abkantpresse automatisch um. Je nach Magazintyp finden bis zu 8 Werkzeuge zu je 100 mm darin Platz. Die maximale Nutzlänge der Stempel beträgt 220 mm und ist optional auf 240 mm erweiterbar, bei den Matrizen liegt die maximale Nutzhöhe bei 90 mm. „Das ist eine Maschine, die der Wettbewerb so nicht im Programm hat“, beobachtet Dreeskornfeld.
Auf dieser Amada-Abkantpresse fertigt der Blechspezialist bevorzugt kleine Losgrößen bis 20 Stück und rüstintensive Teile. Als Beispielprodukt präsentiert Dreeskornfeld eine Gehäuseteil, bei dem das Rüsten vor dem Einsatz des automatischen Werkzeugwechslers 45 min in Anspruch nahm. Dank des Rüstens auf Knopfdruck sank die Fertigungszeit auf nur noch 3 min. „Ich habe alle Werkzeuge in der Maschine, das ist zwar ein Kostenfaktor, aber dafür kann ich im Nu umrüsten“, umreißt der Geschäftsführer den Vorteil dieser Maschine. „Die Abkantpresse mit automatischem Werkzeugwechsler eignet sich nicht für jemanden, der noch keine Abkantpresse hat“, sagt Andreas Leichtfuß, Vertriebsbeauftragter bei Amada. Typischerweise werden für die Maschinen mit dem automatischen Rüsten Teile von anderen Abkantpressen abgezogen.
Werkzeugwechsel auf Knopfdruck entlastet Maschinenbediener
„Besonders charmant ist das bei wiederkehrenden Teilen, da genügt ein Knopfdruck für das Rüsten und man hat eine hohe Wiederholgenauigkeit“, erläutert er weiter. Der Rüstvorgang liege immer unter 3 min, egal wie kompliziert das Werkzeuglayout sei. Außerdem könnten die Stempel vor dem Einbauen auch automatisch um 180 ° gedreht werden.
Darüber hinaus werden die Angestellten durch die Automation an der Abkantmaschine entlastet. „Der Mitarbeiter muss die Werkzeuge nicht mehr schleppen und es fallen auch Wege weg, weil er die Werkzeuge nicht erst holen und rüsten muss“, erläutert Guido Witt, Leiter Abkanttechnik bei Dreeskornfeld.
Verstärkten Programmieraufwand gibt es durch die Maschinen zweier Hersteller nicht. „Dadurch dass die Amada-Maschinen Insellösungen sind, werden sie ohnehin eigenständig programmiert“, berichtet Dreeskornfeld. Die Amada-Maschinen sind zudem die einzigen, die extern programmiert werden, bei allen anderen geschieht dies an der Steuerung. In seinem Unternehmen programmieren die Mitarbeiter auch ihre Teile selbst. „Das kostet zwar Zeit, aber dafür hat man zufriedenere Mitarbeiter“, sagt der Geschäftsführer.
Stand: 08.12.2025
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