Automatisiert arbeiten

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Planung und Realisierung von Fördersystemen für Nutzlasten zwischen 1000 und 30.000 kg ist das Kerngeschäft der H+H Herrmann + Hieber GmbH aus Denkendorf. Zum Portfolio gehören automatische Materialflusssysteme und -komponenten für die verschiedensten Anwendungen. „Aus Sicht der Intralogistik, dem Arbeitsgebiet von Herrmann + Hieber, ist die Automatisierung der Materialflüsse unverzichtbar. Coiltransporte zwischen Walzwerk, Wärmebehandlung, Lager und Verarbeitung sind heute in der Regel automatisiert. Für uns als Intralogistik-Spezialisten ist dabei jedes Projekt ein Unikat, bei dem – ausgehend von einer detaillierten Materialflussplanung – die Transportaufgaben immer wieder neu optimal gelöst werden müssen“, erklärt Jan D. Guthmann, Geschäftsführer des Unternehmens. Und weiter: „Für komplexe Logistiksysteme müssen in nahezu allen Fällen individuelle Problemlösungen entwickelt werden. In diesem Sinne stellt jedes entwickelte Intralogistiksystem eine Innovation dar. Für wiederkehrende Aufgabenstellungen haben wir die Transportlösungen zu Standardkomponenten weiterentwickelt, die dem Kunden als singuläre Lösung zur Verfügung gestellt werden können.“

Leistungsstarken Komponenten für die Blechbearbeitung

Auch beim Stanzen ist die Automatisierung eng verbunden mit der Vernetzung der Systeme. Erst damit ist die Prozess-Optimierung und Sicherheit durch einzelne Arbeitsgruppen innerhalb des Unternehmens sowie durch vernetzte externe Service-Unternehmen möglich.

„Doch die Voll-Automatisierung führt in vielen Fällen auch zu einer Blockierung des Materialflusses, weil der Eingriff bei Störungen in den Ablaufprozess nur von Programmierern realisiert werden kann. Hier wird der Mensch immer eine wichtige Rolle spielen. Auf jeden Fall wird die Amortisierungszeit der Anlagen immer kürzer. Letztendlich wird es jedoch das vernünftige Zusammenspiel von Mensch und Maschine sein, welches am Ende die Basis für prozesssichere Automatisierungslösungen ist“, sagt Stefan Schwabe.

Dass die Vernetzung von Anlagen weiterhin eine sehr große Rolle spielen wird, steht auch für Siegmund Erhard von Pfeifer fest. Mit Blick auf die entsprechend eingesetzten Komponenten für die Anlagenkonzepte sagt er: „Intelligente Sensoren werden künftig in wesentlich breiterem Maße Einzug in die Maschinen und vor allem in den Arbeitsalltag der Anwender halten.“

Für Jan D. Guthmann von H+H Herrmann + Hieber sind die wirtschaftlichen Gegebenheiten am Standort Deutschland beziehungsweise in Mitteleuropa generell attraktiv für Automatisierungslösungen. „Mittelfristig ist zu erwarten, dass auch die betriebliche Intralogistik zunehmend automatisiert wird und dass darüber hinaus vermehrt als bisher benachbarte Bereiche, wie End-Verpackung und LKW-Beladung, in die automatisierten Abläufe einbezogen werden. An Standorten mit geringeren Personalkosten vollzieht sich diese Entwicklung sicher langsamer, letztlich läuft sie aber in die gleiche Richtung. Langfristig wird dies in eine weitestgehend unbemannte Fertigung einmünden. Auf dem Sektor der Blechverarbeitung, wo die Voraussetzungen für eine Automatisierung günstig sind, dürfte sich diese Entwicklung relativ schnell vollziehen“, sagt er.

Effiziente Coil-Logistik für reibungslos laufende Stanzprozesse

Die Automatisierung und eine effiziente Coil-Logistik ist Vorrausetzung für reibungslos ablaufende Stanzprozesse. Vollautomatische Krantransporte bieten dem Fertigungsbetrieb hier entscheidende Vorteile: Sie entlasten die ebenerdigen Transportwege, machen teure Flurförderzeuge überflüssig, sparen Personalaufwand und reduzieren die Unfallgefahr. Für die automatische Ladungsaufnahme beziehungsweise -abgabe sind die Krananlagen mit speziellen, auf den jeweiligen Einsatzfall zugeschnittenen Positionierungs-Einrichtungen ausgestattet. Nicht selten sind Genauigkeiten im Ein-bis Zwei-Millimeter-Bereich gefordert.

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