Diedrichs Blechbearbeiter nimmt neue Produktionshalle in Betrieb
Vor wenigen Tagen nahm der Darmstadter Zulieferer Diedrichs seine neue Produktionshalle in Betrieb. Der Spezialist für die Herstellung hochwertiger Isolier- und Abschirmbleche erweitert damit seine Fertigungs- und Logistikkapazitäten um 1500 m².
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„Die Expansion an unserem Stammsitz ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland. Als ethisch handelnder Unternehmer mit christlicher Lebensführung sehe ich es zudem als meine Hauptaufgabe, den Menschen meiner Heimat Arbeit zu geben. Deshalb haben wir zunächst rund drei Millionen Euro in eine zusätzliche Halle und neue Maschinen investiert. Weitere Investitionen sind geplant“, betont Helmut W. Diedrichs, der das Umformwerk seit 1975 in zweiter Generation erfolgreich leitet.
Die Chefetage wird ausgebaut
Nahezu zeitgleich tritt die Nachfolge-Generationen dem Management des Familienunternehmens bei, was Helmut W. Diederichs bei der Einweihungsfeier ankündigte. Seine Söhne Andreas (33) und Daniel Diederichs (30) werden das Unternehmen gemeinsam weiter führen. Das derzeit 60 Mitarbeiter starke Unternehmen bleibt also in Familienbesitz. Andreas Diedrichs ist bereits im Betrieb tätig und hat den Bereich Controlling übernommen. Beide Brüder bringen ein abgeschlossenes Ingenieur-Studium und mehrere Jahre Produktions- und Management-Erfahrung aus verwandten Branchen mit in das Unternehmen.
Zu den Erfolgsprodukten von Diedrichs gehören die als Halbzeuge angebotenen festigkeitsoptimierten Aluminium-Strukturbleche vom Typ Nopal (Leichtbau) sowie die Schall und Hitze dämpfenden Mehrschicht-Siegelfolien vom Typ Silopal, die im internationalen Automobilbau heute breite Anwendung finden. Eine der jüngsten Produktinnovationen des Unternehmens sind die mehrlagigen Hohlkammer-Folien vom Typ Foilsulation. Dieses Multilayer-System aus dünnen Aluminium- oder Edelstahlfolien gilt als universell einsetzbare thermoakustische Isolierung.
Automobilzulieferer sucht Wachstum in neuen Marktsegmenten
Die aktuellen Konjunkturaussichten sieht Helmut W. Diedrichs als neue Herausforderung. „Obwohl wir das Gros unserer Geschäfte traditionell mit der Automobilindustrie machen, haben wir in den letzten Jahren damit begonnen, uns alternative Marktsegmente in den Bereichen Elektro- und Energietechnik zu erschließen“, berichtet der Firmenchef. Das Geschäftsjahr 2008 wird das Darmstädter Unternehmen mit einem Umsatz von etwa 12 Millionen Euro abschließen. „Unser Ziel ist es, in den neuen Marktsegmenten zukünftig jährlich um rund zehn Prozent zu wachsen“, sagt Andreas Diedrichs.
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