Bedingt abgesegnet! Boeing darf Spirit Aerosystems unter Einschränkungen zurückkaufen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wie jetzt informiert wird, hat die EU-Kommission den Kauf des US-Zulieferers und Rumpflieferanten Spirit Aerosystems durch den Flugzeugbauer Boeing unter Auflagen genehmigt.

Blick in die Flugzeugrumpf-Herstellung bei Spirit Aerosystems. Einst hat Boeing das Unternehmen abgespalten. Der nun vor einiger Zeit geäußerte Wunsch nach einem Rückkauf wurde jetzt von der EU-Kommission erfüllt – allerdings muss Boeing ein gewisses Entgegenkommen zeigen ...(Bild:  Spirit Aerosystems)
Blick in die Flugzeugrumpf-Herstellung bei Spirit Aerosystems. Einst hat Boeing das Unternehmen abgespalten. Der nun vor einiger Zeit geäußerte Wunsch nach einem Rückkauf wurde jetzt von der EU-Kommission erfüllt – allerdings muss Boeing ein gewisses Entgegenkommen zeigen ...
(Bild: Spirit Aerosystems)

Das Vorhaben, den Rumpfzulieferer Spirit Aerosystems zum Großteil wieder zurück unter das Boeing-Konzerndach zu holen, war vor gut einem Jahr bekanntgeworden. Der US-amerikanische Konzern zahlt den Kaufpreis in Form von Aktien. Die EU-Kommission teilt nun mit, dass Boeing als Auflage unter anderem alle Geschäftsbereiche des Herstellers von Flugzeugteilen an Airbus verkaufen muss, die derzeit den europäischen Boeing-Konkurrenten mit Flugzeugstrukturen beliefern. Damit soll der Wettbewerb auf dem Markt für Flugzeugbauteile gesichert werden, wenn Boeing Spirit Aerosystems übernimmt. Nach Einschätzung der Kommission hätten die Übernahmepläne ursprünglich den Wettbewerb in puncto Flugzeugstrukturen und große Verkehrsflugzeuge erheblich beeinträchtigt.

Airbus wird vor zu viel Boeing-Macht geschützt

Boeing wäre ohne diese Limits in die Lage versetzt worden, Airbus von wichtigen Zulieferungen abzuschneiden, oder anderweitig zu benachteiligen. Außerdem hätte der Konzern Zugang zu vertraulichen Geschäftsinformationen des europäischen Rivalen erhalten. Es war deshalb bereits vor der jetzt verkündeten Entscheidung der EU-Kommission klar, dass Teile von Spirit zu Airbus wechseln werden. Spirit wurde bei dem Deal laut Boeing mit rund 4,7 Milliarden Dollar bewertet. Der Flugzeugbauer kündigte zudem an, rund 3,6 Milliarden Dollar an Spirit-Schulden zu übernehmen. Die ursprüngliche Abspaltung der Sparte von Boeing folgte seinerzeit dem Trend, Konzerne zu verschlanken und durch Verlagerung von Aktivitäten an Zulieferer Geld zu sparen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung