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CFK – der Leichtbaustoff für künftige Automobile

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Schuler möchte sich damit einem weiteren Trend des Leichtbaus nicht verschließen. „Nachdem wir uns bereits mit der Innenhochdruck- und der Warmumformung dem automobilen Leichtbau seit vielen Jahren widmen und über ein riesiges Erfahrungspotenzial verfügen, werden wir auch für die CFK-Umformung Meilensteine setzen“, so Manfred Wischnewski, Geschäftsführer der Schuler SMG GmbH & Co. KG im badischen Waghäusel.

Für CFK-Bauteile erweist sich RTM als effizienter Produktionsprozess

„Die Pressentechnik mit dem RTM-Verfahren für CFK-Werkstoffe stellt besondere Anforderungen an die Pressenkonstruktion und die Werkzeuge“, betont denn auch Raimund Zirn, Projektmanager bei Schuler SMG und damit Experte in Sachen hydraulische Pressen für die Umformung von faserverstärkten Kunststoffen.

RTM steht dabei für Resin Transfer Moulding und bezeichnet den CFK-Umformprozess, welcher mit dem Einspritzen von Kunstharz in die Form während des Pressvorganges einhergeht. Die neue Schulerpresse ist dabei so ausgelegt, dass damit auch großdimensionierte Bauteile, wie etwa Abdeckungen oder Hauben für Automobile, in komplexer Form hergestellt werden können.

Am Pressteil muss gleichmäßige Wanddicke erzielt werden

Dabei kommt es insbesondere darauf an, dass am Pressteil eine gleichmäßige Wanddicke erzielt wird. „Dafür steht zum einen die sogenannte Biege-Schmiege-optimierte Pressenstatik, die auf einer FEM-optimierten Stößelkonstruktion basiert, und zum anderen die hydraulische Stößel-Parallelregelung, die auch bei hohen außermittigen Kräften einen gleichbleibenden Pressvorgang sichert", erklärt Zirn.

Vier Gegenhalte-Parallelregelzylinder mit Servohydraulik und je 2000 kN Druckkraft sorgen dafür, dass auch bei großen Pressteilen eine Parallelität von 0,05 mm erreicht wird. Dabei ist jeder der vier Parallelregelzylinder mit einer integrierten Wegerfassung ausgestattet.

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