Sourcing im Einkauf Das Internet setzt sich bei der Lieferantenrecherche durch

Redakteur: Jürgen Schreier

München (js) – Das Internet ist für Einkäufer in der Fertigungsindustrie ein zentrales Instrument zur Lieferantenrecherche. Auch in der Kommunikation gehen die meisten Einkäufer inzwischen

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München (js) – Das Internet ist für Einkäufer in der Fertigungsindustrie ein zentrales Instrument zur Lieferantenrecherche. Auch in der Kommunikation gehen die meisten Einkäufer inzwischen online. Das hat die interne Studie „Sourcing im Einkauf“ ergeben, die von TechPilot, dem Online-Marktplatz für die Fertigungsindustrie, durchgeführt wurde.

Die Studie untersuchte das grundsätzliche Rechercheverhalten von Einkäufern in der Fertigungsindustrie und inwieweit das Internet für die Lieferantenrecherche und -ansprache genutzt wird. Im Februar 2007 startete TechPilot seine Web-basierte Befragung, an der sich 118 Einkäufer beteiligten. „Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden, zumal wir sehr detaillierte und auch individuelle Antworten erhalten haben“, sagt Frank Sattler, Geschäftsführer von TechPilot.

Die Suche nach neuen und leistungsfähigen Partnern ist eine der zentralen Aufgaben im Einkauf. Dabei hat sich das Internet gegenüber traditionellen Informationsquellen wie Messen, Katalogen und gedruckten Lieferantenverzeichnissen endgültig durchgesetzt: Über 95% der Befragten nutzen allgemeine und Business-Suchmaschinen wie „Google“, „Yahoo!“ oder „Wer-liefert-was?“ für eine erste Adressrecherche. Als Suchbegriffe werden Teile- oder Materialbezeichnungen bzw. Bearbeitungs- oder Herstelltechnologien eingegeben, eine einheitliche Vorgehensweise in der Verschlagwortung konnte hierbei jedoch nicht festgestellt werden.

Allerdings führt die Schlagwortsuche über einfache Suchmaschinen nur selten zu zufriedenstellenden Ergebnissen. Rund 85% der befragten Einkäufer gaben an, dass sie grundsätzlich auf weiterführende Informationen angewiesen sind. „Die allgemeinen Suchmaschinen sind für den technischen Einkäufer im Normalfall zu unspezifisch und bringen meist nicht die gewünschten Ergebnisse. Entweder werden überhaupt keine Treffer erzielt oder die angezeigten Informationen verlinken nicht zielgerichtet auf die gesuchten Webseiten weiter“, sagt Sattler.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Neben der Lieferantensuche erfolgt auch die Erstansprache potenzieller Lieferpartner primär über das digitale Medium. 76 Prozent der befragten Einkäufer gaben an, die gefundenen Ansprechpartner bevorzugt per E-Mail zu kontaktieren. Das Internet rangiert hier vor der telefonische Kontaktaufnahme mit rund 60% der Nennungen. Ein noch größerer Unterschied zeichnet sich beim Versand von Unterlagen ab. Teilebeschreibungen und Fertigungszeichnungen werden von 96% der Befragten digital verschickt. Post und Fax werden nur noch von der Hälfte der Befragten genutzt.

„Die Studie hat uns gezeigt, dass zwar die meisten Einkäufer die Vorzüge einer Internetrecherche nutzen wollen, dabei jedoch noch häufig vor große Probleme gestellt werden“, erklärt Sattler. „Die allgemeinen Suchmaschinen stellen oft die erste Anlaufstation für die Adressenrechereche dar, führen aber sehr häufig zu unbefriedigenden Ergebnissen. Online-Marktplätze hingegen kombinieren die Vorteile einer schnellen und exakten Adressenrecherche mit der Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme mit den potentiellen Lieferanten“, so Sattler.

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