Weniger „Nur“ 12 Milliarden für Rüstungsexporte im letzten Jahr

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Der Umfang der von der Bundesregierung genehmigten Rüstungsexporte ist im vergangenen Jahr leicht auf rund 12 Milliarden Euro gesunken.

Die Summe für Waffenexporte aus der Bundesrepublik war mit rund 12 Milliarden Euro zwar weiterhin recht hoch, doch die einstigen Rekordmarken wurden damit 2025 unterschritten. Waffengeschäfte sind zwar wieder salonfähig, doch es regt sich auch Kritik ... (Bild:  Gemini pro)
Die Summe für Waffenexporte aus der Bundesrepublik war mit rund 12 Milliarden Euro zwar weiterhin recht hoch, doch die einstigen Rekordmarken wurden damit 2025 unterschritten. Waffengeschäfte sind zwar wieder salonfähig, doch es regt sich auch Kritik ...
(Bild: Gemini pro)

Von den rund 12 Milliarden Euro, die die Regierung für Rüstungsexporte im letzten Jahr abgesegnet hatte, gingen etwa 10,7 Milliarden Euro (oder rund 90 Prozent) an EU- oder Nato-Staaten sowie an enge Partner. Das jedenfalls geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die das Bundeswirtschaftsministerium jetzt veröffentlichte. Der Gesamtwert setze sich aus rund 5,6 Milliarden Euro für Waffen sowie aus 6,4 Milliarden Euro für sonstige Rüstungsgüter zusammen, heißt es weiter. In den beiden Vorjahren hatte der Umfang der genehmigten Lieferungen mit 13,33 Milliarden Euro (2024) und 12,15 Milliarden Euro (2023) demnach Rekordwerte erreicht. Erneut stand 2025 die Ukraine mit erteilten Genehmigungen im Wert von über zwei Milliarden Euro an der Spitze der Abnehmer für deutsche Rüstungsgüter. Das Land wird bekanntlich mit Geld und Waffenlieferungen unterstützt, um im Abwehrkampf gegen Russland bestehen zu können, zählt aber als sogenanntes Drittland. Der Nato gleichgestellt sind bei Rüstungsexporten aber Japan, die Schweiz, Australien und Neuseeland.

Befürchtete Waffen-Deals mit Verdächtigen

Etwa 10 Prozent der Rüstungsexporte (1,2 Milliarden Euro) wurden für Lieferungen an andere Drittländer genehmigt, wie man auch noch erfährt. Dazu zählen Südkorea und Singapur. Nun befürchtet aber schon ein Bündnis mehrerer Organisationen nach dem Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in der Golfregion mögliche Waffengeschäfte und Rüstungskooperationen mit autokratisch regierten Staaten. Es sei ein folgenschwerer Fehler, Waffenlieferungen an Länder wie Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate zu erleichtern. Der entsprechende Generalverdacht, den der Kanzler angeblich gern ignoriere, bestätige sich aber durch eine Anzahl konkret bekannter Fälle. Die Liste reicht nach Aussage der Organisation „Aktion Aufschrei“ von schwersten Menschenrechtsverletzungen über bewaffnete Konflikte mit Nachbarländern bis hin zur Weiterverbreitung von Waffen in andere Konfliktregionen.

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