Synergien Deshalb brauchen sich der Energie- und der Stahlsektor

Quelle: Peter Königsreuther 1 min Lesedauer

Die deutsche Stahlindustrie hat die Bedeutung der eigenen Branche für die Energiewirtschaft betont.

Die Stahlindustrie braucht Strom – viel Strom. Und der soll am besten auch noch grün sein. Umgekehrt brauchen Energieversorger Stahl, der am besten auch grün sein sollte. Hier erklären Experten das Zusammenspiel der beiden Branchen für die Zukunft.(Bild:  Thyssenkrupp)
Die Stahlindustrie braucht Strom – viel Strom. Und der soll am besten auch noch grün sein. Umgekehrt brauchen Energieversorger Stahl, der am besten auch grün sein sollte. Hier erklären Experten das Zusammenspiel der beiden Branchen für die Zukunft.
(Bild: Thyssenkrupp)

So ist die deutsche Stahlindustrie etwa beim Wasserstoffhochlauf ein enormer Nachfrageanker, sagte die Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Kerstin Maria Rippel, kürzlich auf der Energiemesse E-world in Essen. Für die geplanten wasserstoffbasierten Direktreduktionsanlagen benötige die Stahlindustrie im Jahr 2030 aber zwischen 600.000 und 850.000 Tonnen an grünem Wasserstoff. Solche Anlagen sollen in den kommenden Jahren die klassischen Hochöfen ersetzen, weil diese sehr viel Kohlendioxid ausstoßen. Auch ist Stahl für Energiewendetechniken nötig, konstatierte Rippel. So brauche man bei Photovoltaikanlagen pro Megawatt Erzeugungskapazität 35 bis 45 Tonnen Stahl. Bei Windrädern auf See seien für ein Megawatt 120 bis 180 Tonnen Stahl nötig. Eine grüne Stahlwirtschaft könne außerdem den CO2-Fußabdruck der Energiebranche verringern.

Gut 14 Prozent des deutschen Stroms braucht die Stahlumstellung

Rippel beschrieb auch eine Art Kreislaufsystem: „Die Stahlindustrie liefert den grünen Werkstoff für die Anlagen und die Infrastruktur, die wiederum grünen Strom und grünen Wasserstoff herstellen, zu uns transportieren, den wir wieder brauchen für den grünen Werkstoff.“ Die Stahlindustrie brauche aber auch die Partner aus der Energiewirtschaft, so Rippel. Die Stahlindustrie braucht eben große Mengen an Strom. Bereits jetzt seien es jährlich rund 12 Terawattstunden. Für 2030 rechnet man mit dem Doppelten. Summiert man das mit den Strombedarf für die Herstellung von grünem Wasserstoff, bräuchte man 2030 nochmal zusätzliche 48 Terawattstunden Strom (insgesamt also 72 Terawattstunden). Zum Vergleich: 2023 wurden in Deutschland laut Bundesnetzagentur rund 457 Terawattstunden Strom verbraucht. Rippel machte klar: „Eine grüne, verlässliche, bezahlbare Energieversorgung ist die zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Transformation.“

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