Konjunkturflaute Deutscher Maschinenbau weiter in bedrückter Stimmung

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nach einem deutlichen Rückgang der Bestellungen im vergangenen Jahr rechnen Deutschlands Maschinenbauer nicht mit einer schnellen Trendwende, so der VDMA.

Dem deutschen Maschinenbau geht es immernoch nicht gut. Der VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers zur momentanen Lage: „In den großen Absatzmärkten Europa, den USA und China fehlt es an Vertrauen in einen Aufschwung.“(Bild:  VDMA)
Dem deutschen Maschinenbau geht es immernoch nicht gut. Der VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers zur momentanen Lage: „In den großen Absatzmärkten Europa, den USA und China fehlt es an Vertrauen in einen Aufschwung.“
(Bild: VDMA)

Die exportorientierte deutsche Maschinenbaubranche bekam 2023 die schwächelnde Weltkonjunktur zu spüren. Kunden hielten sich mit Aufträgen zurück. Der Auftragseingang sank – bereinigt um Preiserhöhungen (real) – im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent, wie der Maschinenbauverband VDMA kürzlich informierte. „In den großen Absatzmärkten Europa, den USA und China fehlt es an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung, den vor allem die Investitionsgüterindustrie benötigen“, so der VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Eine Trendwende bei den Bestellungen sei weiterhin nicht erkennbar. Wiechers rechnet deshalb mit einem schwierigen ersten Halbjahr 2024. Man brauche schlicht und einfach eine bessere Stimmung, die sich dann auch in den Auftragseingängen und möglicherweise beim Umsatz niederschlage. Das jedoch frühestens im zweiten Halbjahr.

Nur die Nicht-Euroländer bestellen etwas mehr

Im Inland verbuchten die Unternehmen im vergangenen Jahr insgesamt einen Auftragsrückgang von 11 Prozent. Aus dem Ausland kamen 13 Prozent weniger Bestellungen. Der Dezember brachte immerhin etwas weniger schlechte Werte, heißt es weiter. Zum Jahresschluss lagen die Auftragseingänge mit real minus 6 Prozent nur einstellig unter dem Vorjahr. Dafür sorgen die Kunden aus den Nicht-Euroländern, deren Bestellungen sogar geringfügig um ein Prozent stiegen, merkte Wiechers an. Deshalb fiel der Rückgang aus dem gesamten Ausland mit 3 Prozent zum Vorjahresmonat vergleichsweise moderat aus. Im Inland gab es aber ein Minus von 13 Prozent.

Weltkonjunktur erholt sich nur langsam

Der Verband hatte angesichts der Auftragsflaute kürzlich erst seine Produktionsprognose für das laufende Jahr von bisher minus 2 auf minus 4 Prozent geändert. Für das vergangene Jahr wurde ein realer Produktionsrückgang von einem Prozent erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für die Weltwirtschaft nach der jüngsten Prognose mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,1 Prozent in diesem Jahr. Zuvor waren 2,9 Prozent erwartet worden. Die Wolken am Konjunkturhimmel fingen zwar an, sich zu lichten, schrieb IWF-Chefvolkswirt Pierre-Olivier Gourinchas in einem Blogeintrag, doch das Wachstumstempo sei weiter niedrig. Mit Turbulenzen müsse jedoch gerechnet werden.

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