Führungsverhalten

Die sieben Todsünden des Managements

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Wurzelsünde 1: Superbia (Hochmut, Ruhmsucht, Stolz)

Für Gregor I. war dies die schwerste Sünde. Denn sie war für ihn Ausdruck einer Ich-Bezogenheit. Das heißt, der Hochmütige begreift sich nicht mehr als Teil eines großen Ganzen. Er fühlt sich seinem Umfeld überlegen und gibt sich Allmachtsfantasien hin: „Ich kann alles – steuern, beherrschen, tun.“ Dem Hochmütigen fehlt die Demut; er ist sich seiner Angewiesenheit auf andere und seiner Grenzen nicht mehr bewusst.

Auch Manager sind vor Hochmut nicht gefeit – gerade wenn sie schon oft ihre Excellenz bewiesen und Überdurchschnittliches geleistet haben. Leben sie in einem Elfenbeinturm und sind sie nur noch von Bewunderern und Hofschranzen umgeben, besteht die Gefahr, dass sie den Realitätsbezug verlieren. Dann ist ein Scheitern absehbar. Denn Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.

Zur Prävention sollten sich Manager mit Personen mit Rückgrat umgeben, die ihnen ehrliches Feedback geben. Außerdem sollten sie sich ab und zu bewusst in Milieus begeben, in denen Ihr beruflicher Status wenig zählt.

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