Stanzen/Umformen Dokumentation von Stanz- und Umformkräften vollständig automatisiert

Redakteur: Stéphane Itasse

Im Rahmen eines Verbundprojektes haben mehrere Firmen ein Dokumentationssystem entwickelt, mit dem die Presskräfte beim Stanzen und Umformen zu 100% erfasst und dokumentiert werden. Ein Ziel war eine möglichst anwenderfreundliche Handhabung des Systems, indem auf eine Bedienung und Pflichteingaben des Anwenders vollständig verzichtet werden sollte, wie das Unternehmen Schwer + Kopka mitteilt.

Anbieter zum Thema

Das Herzstück der automatisierten Dokumentation bildet laut Mitteilung ein Überwachungssystem der Firma Schwer + Kopka GmbH, welches die kalibrierten Presskräfte eines jeden Maschinenhubes registriert und speichert. Die so erfassten Daten werden entweder über Ethernet, W-Lan oder mittels Datenfernübertragung (Internet) an einen zentralen Serverrechner weitergeleitet und dort in einer Datenbank abgelegt.

Als Marktneuheit sehen die beteiligten Firmen den 100-prozentigen Umfang und den vollständig automatisierten Ablauf der Prozessdokumentation an. Erstmalig werden Sensordaten für jeden Hub, automatisch und ohne Eingreifen des Anwenders generiert und für die Prozessdokumentation verdichtet.

Je nach Informationsbedarf kann der Anwender die gespeicherten Kraftwerte für längere Zeiträume in konzentrierter Form bis hin zum einzelnen Hub jedes beliebigen Zeitpunktes abrufen. Auf Wunsch können auch komplette Kraftkurvenverläufe gespeichert werden, die dann dem Nutzer in Form von Einzelsignalen oder Kurvenscharen zur Verfügung stehen.

Die Protokollierung der erzeugten Kraftwerte ist selbst über Jahre bei geringem Speicheraufwand möglich und kommt somit den stetig zunehmenden Forderungen nach Rückverfolgbarkeit von wichtigen Prozessdaten wie den Presskräften entgegen. Das Verbundprojekt Idproblech wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenkonzeptes „Forschung für die Produktion von morgen“ gefördert.

(ID:287276)