Früher war alles „besser“ ... Europas Industrie will von der EU ein Krisenmanagement wie bei Covid

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Wenn man sich die von oben aufgestülpten Maßnahmen bei der Coronakrise in Erinnerung ruft, kann wird einem nicht sofort klar, warum Europas Industrie so was für die jetzige Krisenlage wünscht ...

Schatztruhe auf! Damit die europäische Industrie wieder unter Dampf gerät, wünscht sie sich von der EU ähnliche Hilfsmaßnahmen, wie es sie in Zeiten der Coronapandemie gegeben hat ...(Bild:  Industriefreund)
Schatztruhe auf! Damit die europäische Industrie wieder unter Dampf gerät, wünscht sie sich von der EU ähnliche Hilfsmaßnahmen, wie es sie in Zeiten der Coronapandemie gegeben hat ...
(Bild: Industriefreund)

Mit Blick auf die schwierige Wirtschaftslage fordert Europas Industrie ein politisches Vorgehen, wie es während der Coronapandemie geschah. Dank der damaligen Führungsstärke konnte diese Krise überwunden und Maßnahmen ergriffen werden, die zuvor als unmöglich galten, heißt es in der bei einem Industriegipfel beschlossenen Erklärung, die sich an Staats- und Regierungschefs der EU richtet. Man brauche demnach den gleichen Ansatz mit Blick auf die industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Bei dem Treffen in der belgischen Hafenstadt Antwerpen waren übrigens Vertreter der Wirtschaft mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und weiteren EU-Spitzenpolitikern zusammengekommen.

Es geht mal wieder ums liebe Geld vom Staat

Der Vorstandschef des deutschen Chemiekonzerns BASF, Markus Kamieth, etwa ist der Meinung, dass man immer noch zu langsam und zu zögerlich bei der Umsetzung der mutigen Lösungen ist. Die europäische Industrie steht schließlich unter beispiellosem Druck, betonte Kamieth. Konkret fordern die Industrievertreter in ihrer Erklärung eine Senkung der Energiekosten und Freihandelsabkommen, die mehr Exporte ermöglichen würden. Auch sprechen sie sich für mehr Zuschläge bei öffentlichen Ausschreibungen für europäische Produkte aus. Um die bisher verursachten wirtschaftlichen Schäden zu bewältigen und gleichzeitig die Wirtschaft zu modernisieren, wurde in der Coronapandemie etwa ein milliardenschwerer EU-Fördermitteltopf geschafften. Er sollte den 27 EU-Staaten helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Dafür wurden in der EU erstmals im großen Stil gemeinsam Schulden gemacht.

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