Gewinne im Netz Befestigungssystemspezialist Fischer trotzt den Unbilden

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Die Fischer-Unternehmensgruppe hat das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich anschließend können, auch wenn die Zeiten, die man durchmachen musste, nicht einfach waren und sind.

Die Zeiten sind schwer, der Probleme viele! Doch die Fischer-Unternehmensgruppe konnte sich nach eigenen Angaben behaupten, was das Geschäftsjahr 2025 angeht. Hier die Ergebnisse, die Erklärung dazu und eine Prognose für 2026 ...(Bild:  Fischer)
Die Zeiten sind schwer, der Probleme viele! Doch die Fischer-Unternehmensgruppe konnte sich nach eigenen Angaben behaupten, was das Geschäftsjahr 2025 angeht. Hier die Ergebnisse, die Erklärung dazu und eine Prognose für 2026 ...
(Bild: Fischer)

Fischer aus Waldachtal wächst aufgrund seiner innovativen Befestigungssysteme und agierte unabhängig von geopolitischen Einflüssen im letzten Jahr mit positivem Ergebnis. Demnach erzielte der Konzern, der auch für das Lernspielzeug Fischertechnik bekannt ist, rund 1,05 Milliarden Euro – trotz des Verkaufs der Automotivesparte. Der größte Unternehmensbereich, eben die Befestigungssysteme, wuchs dabei währungsbereinigt um drei Prozent.

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Ein Grund für den Erfolg sei darin zu finden, dass die breite internationale Aufstellung es der Fischer-Gruppe ermöglicht habe, weitgehend unabhängig von den negativen geopolitischen Einflüssen zu agieren. Weltweit beschäftigt Fischer derzeit übrigens rund 4.800 Personen. Und mit 129 Auszubildenden lag man deutlich über dem Branchendurchschnitt. Als Arbeitgeber bot Fischer wieder ein breites Spektrum an Einstiegsmöglichkeiten. Darunter 16 Ausbildungsberufe sowie 14 duale Studiengänge. Ergänzend bereiten verschiedene Talent Pools Nachwuchskräfte gezielt auf Führungs- und Spezialistenkarrieren innerhalb der Unternehmensgruppe vor.

Fischer setzt auch auf rekordverdächtige Innovationen

Zu den herausragenden Projekten 2025 zählten unter anderem die Befestigung der Fassade der Solitaire Mall in Riad sowie die Lieferung von Installationssystemen für das Extremely Large Telescope (ELT) der europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile – das weltweit größte Teleskop, wie die Waldachtaler betonen. Auch digitale Tools erfreuten sich demnach großer Nachfrage. Man denke an die Baubot-Roboter, die vollautomatisch für Bohrlöcher sorgen – etwa im Rahmen der Erstellung des Stadtquartiers Cartesius in Utrecht, sowie im Engelbergtunnel in Leonberg bei Stuttgart. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen mit den Robotersystemen den „Guinnes World Records“-Titel. Denn ein Baubot schaffte es, im 24-Stunden-Dauereinsatz 3.717 Löcher in Betonwände, Böden und Decken zu setzen, was in der Baurobotik bisher einmalig ist, wie es heißt.

Darüber hinaus bewährten sich die sensorintegrierten Befestigungsmittel von Fischer bei vielen Projekten – unter anderem in der Achterbahn „blue fire Megacoaster“ im Europa-Park in Rust. Insgesamt brachte man 2025 zahlreiche neue Produkte und Systeme auf den Markt. Dazu zählt unter anderem der Hybridpower, der die Vorteile von Stahlankern und Kunststoffdübeln – stark und universell zugleich – vereint, so Fischer. Zugleich entwickelte das Unternehmen auch noch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI), Robotik und Digitalisierung im oben schon erwähnten Bauwesen konsequent weiter.

Prognose für das Jahr 2026

Auch im laufenden Geschäftsjahr plane man ein Umsatzwachstum. Am früheren Automobilstandort in Horb investiert Fischer etwa mit einem neuen Chemiewerk in weiteres Wachstum. Im Fokus stehen Sortimente für die Bauwerkssanierung und für den Brandschutz. Und im Rahmen einer neuen Landesgesellschaft in Riad (Saudi-Arabien) ist Fischer seit Kurzem in einem der, wie es heißt, dynamischsten Märkte der Welt präsent. Es ist übrigens die 51. operative Gesellschaft weltweit. Das Fischer-Logo findet man außerdem in den Städten Dschidda, Dammam und Tabuk. In Dammam befindet sich auch ein Produktionsstandort. Trotz allem: Voraussichtlich wird auch in diesem Jahr das Wachstum von hemmenden, geopolitischen Rahmenbedingungen geprägt sein, die sich der unmittelbaren Einflussnahme der Industrie entziehen. Und in Deutschland selbst wird es weiterhin durch hohe Energiekosten und hohe bürokratische Hürden in der EU zu Problemen kommen. Die veränderte politische Lage habe bisher auch keine spürbar besseren Rahmenbedingungen für Familienunternehmen gebracht, weil weder die Bundesregierung noch die EU die Sorgen der Unternehmen ausreichend aufnehmen und in wirksame Entlastungen übersetzen, ärgert man sich in Waldachtal.

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