Atlas Copco Tools und Ejot Großer Markt für kleine Verschraubungen
Bad Laasphe (rk) – Kleine Verschraubungen wecken sowohl bei Atlas Copco Tools als auch bei Ejot große Erwartungen. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz zeigten die beiden Unternehmen, welche Chancen sie in der Mikromontage sehen.
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„Die wachsenden Anforderungen der Industrie nach Miniaturisierung der Bauteile erfüllen wir mit der Entwicklung von Kleinstschrauben“, sagte Ralf Birkelbach, Leiter Produktmanagement und Marketing bei der Ejot GmbH & Co. KG. Dabei setzt man auch hier auf die Direktverschraubung: „Mit gewindefurchenden Schrauben können wir die Kosten je Schraubstelle durchschnittlich um 2 bis 3 Cent reduzieren.“
Mikroschrauben sind gefragter
Bislang sind von den 6 Mrd. Schrauben, die Ejot jährlich produziert, 1 Mrd. Mikroschrauben mit Durchmesser unterhalb 2,5 mm. „Vom Umsatz entfallen darauf aber nur etwa 10%“, erläuterte Ejot-Geschäftsführer Andreas Radel, „aber mit stark wachsender Tendenz.“
Die passenden Schraubwerkzeuge dazu liefert Atlas Copco mit seiner Microtorque-Baureihe. „Damit können wir auch Schrauben kleiner M1 mit Momenten ab 0,5 Ncm prozesssicher anziehen“, betonte Yngve Revander, Geschäftsführer der Atlas Copco Tools Central Europe GmbH. Die gesteuerten Elektroschrauber verfügen über einen eingebauten Messwertgeber, der sich auch für die dokumentationspflichtige Montage eignet.
Passende Schraubwerkzeuge sollen zwanzigfachen Marktanteil erreichen
„Anwender in der Feinmechanik, Optik oder Elektronik können damit Fehler in ihrer Montage, ob vergessene Schrauben oder gerissene Bauteile, beheben“, verdeutlichete Thomas Stoermer, Produktmanager bei Atlas Copco. Ziel ist es jetzt, den Kunden dieses Einsparpotenzial vor Augen zu führen. „Derzeit haben Microtorque-Geräte in Europa bei den Kleinstschraubern einen Marktanteil von 0,5%“, so Stoermer. „In fünf Jahren sollen es 10% sein.“
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