Graebener liefert Kupferfitting-Anlagen, die drei Innovationen im Gepäck haben.
Die vollautomatisierte Produktion von Kupferfittings auf der Graebener-Fittingspresse ermögliche sehr kurze Taktzeiten.
(Bild: Graebner)
Graebeners Kupferfitting-Anlagen bieten: kürzere Taktzeiten mit einer automatisierten Be- und Entladung, ein schnelleres Werk-zeugwechselsystem sowie die Produktion der kompletten Kupferfittings-Bandbreite inkl. Sondergrößen in nur einer Maschine.
In den größten Teilen Europas ist der Umstieg von Lötfittings auf die wesentlich schneller verarbeitbaren Kupfer-Pressfittings längst vollzogen. Einige weitere Länder außerhalb Europas, u.a. die USA, ha-ben den Vorteil nun auch erkannt und rüsten vielfach um. Graebener hat sich in diesem Zuge auf kundenspezifische Anlagen für Kupferfittings spezialisiert und diverse eigene Innovationen einfließen lassen, die die Produktion noch schneller und flexibler machen sowie Innovationskosten reduzieren sollen.
Komplettes Produktspektrum inklusive Sondermaßen auf einer Maschine
Die Graebener-Fittingspresse für Kupferfittings verfügt über eine maximale Schließkraft von 8.500 Kilonewton und ermögliche die Fertigung sämtlicher Fittingsausführungen auf nur einer Maschine. Auf der Anlage können erstmalig auch Pressfittings mit dem Sondermaß von 2 x 1/2 x 2 Zoll hergestellt werden.
Bis dato war diese Ausführung nur als Lötfitting mit sehr kurzem Dom auf dem Markt erhältlich. Graebener schaffe es, das Extremmaß auch mit langem Dom – also zum Verpressen geeignet – und ohne jegliche Faltenbildung herzustellen.
Automatisierte Be- und Entladung mit schnelleren Taktzeiten
Eine weitere Innovation ist das automatisierte Feedersystem, das eine Serienfertigung mit noch kürzeren Taktzeiten ermögliche. Das in die Steuerung integrierte System enthält gleich zwei Feeder (Schieber): einen Schieber zum Be- und einen Schieber zum Entladen. Die Trennung von Zuführung und Entnahme sorge für mehr Flexibilität und eine höhere Produktivität. Eine automatische Bauteilerkennung mittels Sensor zeigt gleichzeitig auf, ob alle Bauteile korrekt eingelegt bzw. ausgeworfen wurden.
In das System ist außerdem ein roboterkonformes Schnittstellenkonzept integriert. Die Beschickung des Feeders kann also entweder voll automatisiert direkt vom Coil via Roboter erfolgen oder auch jederzeit manuell. Die Beschickung per Roboter sorge somit erneut für kürzere Taktzeiten. Je nach Fittingsgröße werden in 16 Sekunden bis zu 20 Bauteile gefertigt.
Werkzeugwechselsystem für kürzere Maschinenstillstände
Die dritte Entwicklung ermögliche eine Reduktion der Wechselwerkzeugzeiten: Jeder Mehrfachwerkzeug-Wechsel geht mit einem manuellen Ausrichten der Dichtdorne einher. Dies geschieht üblicherweise innerhalb der Maschine bei eingebautem Werkzeug und unter beengten räumlichen Verhältnissen. Der Prozess dauert normalerweise mehrere Stunden, in denen die Maschine stillsteht. Graebener hat nun ein System konzipiert, das das Ausrichten der Dorne außerhalb der Maschine erlaube, während die Maschine weiterproduzieren kann.
Jedes System besteht aus zwei identischen Werkzeugwechselblöcken, die die Basis des Werkzeugs bilden, und den verschiedenen kundenspezifischen Umformwerkezeugen, die in die Blöcke eingesetzt werden. Während die Maschine also produziert, kann die Vorbereitung des Nachfolgewerkzeugs in Ruhe außerhalb der Maschine durchgeführt werden. Sobald dann die erste Produktion abgeschlossen ist, wird der gesamte Werkzeugblock inklusive Werkzeugeinsatz ausgetauscht, und es kann sofort mit der zweiten Produktion begonnen werden.
Seit über 40 Jahren auf der sicheren Seite
Graebener ist ein Unternehmen, das über eine 40-jährige Expertise im Hydroforming verfügt. Eine stetige Forschung und Weiterentwicklung mache das Unternehmen bis heute zu einem Anbieter mit technischer Expertise und Prozessverständnis. Aufgrund der hauseigenen Prototypinganlagen könnten neue Kundenlösungen nicht nur entwickelt, sondern auch risikolos getestet werden.
Hinzu komme, dass die Graebener-Anlagen inkl. Wasser- oder Ölhydraulik, Elektrik und Steuerungsoftware modular aufgebaut sind. Bestehende Systeme könnten also unkompliziert und kostensparend modernisiert werden. Selbst ein Umbau von einfachen hydraulischen Pressen zu Hochdruck-Umformanlagen sei problemlos möglich.
Verfügt ein Kunde über eingeschränkte Platzverhältnisse, könne eine kundenspezifische Lösung mit kompakter Bauweise realisiert werden. Die HFA-Anlage inklusive Druckübersetzer sitzt dann kompakt unter dem Hydrauliktank. Der Nachsaugetank sitzt oberhalb der Maschine, um hohe Schließgeschwindigkeiten zu garantieren.
Stand: 08.12.2025
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Mitgeliefert wird ebenso das Graebener-eigene Steuerungs- und Regelungskonzept Graebener-Press-Pro. Dies enthält Schnittstellen zur Datenaufzeichnung, die visuell dargestellt werden können. Der Bediener hat – je nach Passwortlevel – außerdem die Möglichkeit, selbst Programme zu erstellen, Änderungen durchzuführen und Parameter-Einstellungen zu optimieren.