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Es geht um die Vereinfachung eines Systems, ohne die Leistungsfähigkeit einzuschränken. Hoerbiger zeigt, dass es möglich ist, zu simplifizieren und gleichzeitig die Kräfte eines Antriebs zu maximieren. Konstruktiv ist eine Lösung gefunden worden, die auf bislang unverzichtbare Bestandteile tatsächlich verzichten kann – wie beispielsweise Hydraulikschläuche, Rohre, Fittings oder Öltanks. Die Kunst des Weglassens von Überflüssigem zeigt sich so eindrucksvoll beim ePrAX. Der kompakte Aktuator ist beispielsweise schon mehrfach bei den Abkantpressen des Maschinenbau-Spezialisten EHT Werkzeugmaschinen GmbH in unterschiedlichen Ausführungen mit Presskräften von 110 und 170 t im Einsatz.
Elektrotechnik ist sauberer und präziser als jede andere Automatisierungslösung
Katja Ebenhoch bringt es auf den Punkt: „Wir haben es geschafft, dass es in der Aktuatorik keine Rolle mehr spielt, ob elektrisch oder hydraulisch. Der Ansatz, das Beste aus beiden Welten zu verbinden, löst die vermeintliche Sprachbarriere unter den Maschinenbauern und zeichnet die Zukunft der Aktuatorik vor.“
Elektrotechnik ist sauberer und präziser als jede andere Automatisierungstechnologie. Das ist ihr großer Vorteil und für den Maschinenbau verlockend. Hinzu kommt die Energieeffizienz von elektrischen Antrieben. Während des Stillstands eines Elektromotors, verbraucht das System quasi keine Energie. Die hohe Genauigkeit und Regelbarkeit von elektrischen Systemen runden das positive Bild ab. Aber: Elektrotechnik allein erfüllt noch keine Funktion. Ein Ansatz im Markt ist es daher, Elektrotechnik und Mechanik zu kombinieren. Es hat sich allerdings gezeigt, dass solche Kombinationen aufwendig und verschleißanfällig sind. Außerdem werden Limits erreicht, wenn große Kräfte in Verbindung mit Geschwindigkeit gefragt sind. Sie sind für solche Anforderungen zu teuer und zu schwach.
Stillstandszeiten minimieren und Stückkosten runter
Bei Antriebskonzepten steht für Kunden die Funktion im Mittelpunkt und damit zu einem erheblichen Maß die Kraft eines Antriebs. Im Markt für Abkantpressen, in dem Hoerbiger seit mehr als 35 Jahren tätig ist, stoßen elektromechanische Systeme schnell an Grenzen. Sie liegen zwischen 30 und 40 t Nennkraft noch teilweise gleichauf mit reinen Hydrauliklösungen. Bei geforderten Kräften ab 50 t und mehr sind diese Systeme nicht mehr wirtschaftlich. Eine Abkantpresse ist eine Produktionsmaschine, deren Wirtschaftlichkeit anhand von Stückkosten bewertet wird. Das bedeutet minimierte Stillstandszeiten bei der Maschineneinrichtung und schnelle Maschinenfahrten bei hohen Kräften im Dauerbetrieb. Diese Art der nachhaltigen Produktivität kann nur ein elektrohydraulisches System gewährleisten.
Neben den Einschränkungen hat die Hydraulik unbestrittene Vorteile. Es gibt keine vergleichbare Technologie, die sowohl Kraft als auch Energiespeicherung auf so kleinem Raum realisieren kann. Dabei ist das Gesamtsystem kompakt, stark und durch Dauerschmierung von langer Lebensdauer. Kombiniert mit der Schnelligkeit und Präzision leistungsfähiger Elektrik sind deshalb intelligente elektrohydraulische Systeme die Lösungen der Zukunft. Intelligente elektrohydraulische Systeme funktionieren mit Öl, das der Maschinenbauer und der Nutzer in der Fertigung nicht sehen. Sie sind stark, schnell, umweltfreundlich, energieeffizient und wirtschaftlich. Ein solches System erfüllt genau die Kriterien, die Kunden von einer zukunftsweisenden Lösung erwarten: Es vereint ausschließlich die Vorteile der beiden Technologien und schaltet dabei die Nachteile aus.
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